Vorstand der FDP Gütersloh im Amt bestätigt

v.l.: Dirk Stockamp, Heike Schlüter, Johannes Elstner, Eckhard Fuhrmann, Hermann Ludewig und Florian Schulte-Fischedick
v.l.: Dirk Stockamp, Heike Schlüter, Johannes Elstner, Eckhard Fuhrmann, Hermann Ludewig und Florian Schulte-Fischedick

31.03.2016

Voller Optimismus zeigte sich der wieder-gewählte Vorsitzende Dirk Stockamp auf dem Ortsparteitag der Gütersloher FDP.  Spätestens seit den erfolgreichen Land-tagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland -Pfalz werde die FDP wieder als wichtige gestaltende Kraft wahrgenommen. Die Zeit der beißenden Häme über die angeblich tote FDP sei vorbei, so Stockamp. Deutschland brauche eine liberale Stimme für persönliche Freiheit, beste Bildungs-möglichkeiten ein Leben lang und  für die Möglichkeit, das persönliche Leistung auch lohnt.

 

Bei seinem Rechenschaftsbericht zog Stockamp auch eine kritische Bilanz der letzten 4 Jahre unter seinem Vorsitz. Denn in diese Zeit fiel auch das trotz einer erfolgreichen Bilanz der Ratsarbeit und eines engagierten Wahlkampfes  dramatisch schlechte Ergebnis von 2,8 % bei der Kommunalwahl 2014. Besonders geschmerzt hat, dass die FDP nur noch mit dem Mandat von Florian Schulte-Fischedick und ohne Fraktionsstatus im Rat vertreten ist.  Nach einer Phase des Sammelns und der notwendig gewordenen Neuorganisation entstehen nun aus der „ Liberalen Runde“ Initiativen,  und man werde   auch  ohne aktives Antragsrecht  als lebendige politische Kraft wahrgenommen. So seien Anträge und Anfragen zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen, zum Heidewaldstadion und zur Zusammenarbeit mit Bielefeld  gestellt worden.  Besonders hob Stockamp das gelungene Grünkohlessen mit der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Marie-Agnes Strack-Zimmermann hervor. Auch die Mitgliederzahl sei trotz einiger Abgänge durch Neueintritte stabil geblieben. Dieses habe neuen Mut für die weitere Arbeit unter den erschwerten Bedingungen gegeben. Er dankte allen, die in dieser schwierigen Zeit den Kopf nicht in den Sand gesteckt hätten.

Bei seinem Kassenbericht konnte Schatzmeister Johannes Elstner eine solide Finanzlage feststellen. Die Ausgaben seien auf ein Minimum beschränkt worden. Durch die jährliche Sonderumlage an die Bundesebene der Partei sei es dennoch nicht möglich, eine nennenswerte Rücklage für die kom-menden Wahlkämpfe zu bilden. Florian Schulte-Fischedick bemängelte in seinem Bericht aus der Ratsarbeit den fehlenden Gestaltungswillen von CDU und SPD. Er begründete seine Ablehnung des Haushaltsplans 2016 mit dem geplanten Defizit von 13 Mio. Euro. Es seien keine Ansätze zu struk-turellen Veränderungen und zur Aufgabenkritik zu erkennen, sodass Gütersloh in wenigen Jahren in die Haushaltssicherung geraten könne.

Unter Leitung des Kreisvorsitzenden Hermann Ludewig zeigten sich die Gütersloher Liberalen bei der Neuwahl des Vorstandes geschlossen. Bei nur 1 Enthaltung wurde Dirk Stockamp als Vorsitzender wiedergewählt. Ihm zur Seite steht als Stellvertreterin Heike Schlüter. Mit ähnlich guten Ergebnissen wurden Johannes Elstner als Schatzmeister und Eckhard Fuhrmann als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt. Zu weiteren Beisitzern wurden Volker Ebeling, Rainer Gellermann, Paul Ness und Florian Schulte-Fischedick bestimmt.

Der wiedergewählte Vorsitzende Dirk Stockamp berichtete von den Vorbereitungen  für das Sommer-fest des Kreisverbandes, welches in diesem Jahr vom Ortsverband Gütersloh organisiert wird und am 3. Juli auf dem Meierhof-Rassfeld stattfindet. Das Sommerfest wird  unter dem Motto „70 Jahre FDP im Kreis Gütersloh“ stehen. Stockamp rief die Mitglieder auf, gemeinsam in den kommenden 2 Jahren die FDP in Gütersloh durch aktive Arbeit wieder stärker zu machen, neue Mitglieder zu gewinnen und den Rückenwind zu nutzen, der durch die letzten Wahlergebnisse und Umfragen zweifellos bestehe.

Zwischen den Wahlgängen berichtete Ludewig vom Bezirksparteitag der FDP-OWL mit der Kampfab-stimmung um den Vorsitz zwischen Frank Schäffler und Jan-Maik Schlifter sowie der Wahl der OWL-Kandidaten für die Liste zur Landtags- und Bundestagswahl 2017. Aus Sicht des Kreisverbandes sei es bedauerlich,  dass der Landtagsabgeordnete Dr. Björn Kerbein aus Bielefeld nicht auf einen Listen-platz gewählt worden sei. Dr. Kerbein sei in einem gemeinsamen Wahlkreis des Nordkreises Gütersloh und Teilen von Bielefeld als Direktkandidat angetreten und habe dort hervorragende Arbeit geleistet.