Die Zeit des Zählens ist vorbei - es ist Zeit zu handeln!

14.05.2019

Die Gütersloher FDP stellt Verkehrszählungen nicht grundsätzlich in Frage. Allerdings sollte man in Frage stellen, wie oft und wie lange noch gezählt werden muss. Bis das Ergebnis passt? Bereits jetzt liegen Ergebnisse mehrerer Zählungen seit 2005 vor - und diese weisen allesamt eine steigende Tendenz auf. Sie belegen auch, dass es überwiegend Durchgangsverkehr ist, der Friedrichs-dorf belastet. Die versteckte Unterstellung, dass die Fried-richsdorfer durch Ziel- und Quellverkehr innerhalb der Ortschaft selbst für die Belastung verantwortlich sind, weist die FDP scharf zurück. Auch für die Hoffnung, dass nach der Fertigstellung der A 33 das Verkehrsaufkommen, insbesondere beim Schwerlastverkehr, sinken wird, gibt überhaupt keine Anhaltspunkte. 

CDU und Grüne fahren hier auf Kosten der Friedrichsdorfer Bürgerinnen und Bürger, unter dem Deckmantel der „genauen Prüfung“, eine Hinhaltetaktik. Die Gütersloher Grünen lehnen die Umgehungsstraße kategorisch ab. Auch wenn die Zahlen deutlich für die Belastung durch den Durchgangsverkehr sprechen würden, würden sie nicht die Gesundheit der Menschen stimmen. Weit mehr verwundert aber das Verhalten der lokalen CDU-Politiker. Als Mitte 2017 sogar der NRW-Verkehrsminister nach Friedrichsdorf gekommen ist, um sich einen Eindruck von der Lage vor Ort zu machen, schöpften viele Bürgerinnen und Bürger neue Hoffnung. Auch die erneute Aufnahme der Umge-hungsstraße in die Priorisierungsliste des Landes NRW wurde von der CDU als Erfolg gefeiert. Mittlerweile scheint sie aber vom Kurs abgekommen zu sein. Alte, bereits als undurchführbar verworfene, Vorschläge werden wieder aufgewärmt und nun soll der Verkehr in den angrenzenden Ortschaften stimuliert werden.

Für den Gütersloher FDP-Ratsherren, Eckhard Fuhrmann, ist die Zeit der Zählungen vorbei, denn die Bürgerinnen und Bürger Friedrichsdorfs erwarten zu Recht von der Politik Problemlösung und Handeln, statt endloser Prüfung-en. Lösungen brauchen wir auch für die Betroffenen der Ortsumgehung. Ihnen muss man mit Lärmschutzmaß-nahmen, evt. Grundstückstausch und anderen sinnvollen Maßnahmen entgegenkommen, aber bei einer Abwägung wiegt das Interesse einer deutlichen Verkehrsreduzierung von ca. 75 % im Ortskern schwerer.