Theater Baukosten

01.08.2008

Das kanns doch nicht sein ! Aufgeben gibt's nicht!

 

Dass das Gütersloher Theater nicht für 21 Millionen Euro zu errichten ist, ist Fachleuten von Anfang an klar. Deshalb hat die FDP im Rat gegen den aktuellen Finanzierungsplan gestimmt. Eine Wette des FDP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Wolfgang Büscher, dass der Bau ohne Umfeld und Parkhaus mindestens 25 Millionen Euro kosten würde, hat Bürgermeisterin Unger mit dem Argument abgelehnt, der Ratssaal sei kein Wettbüro. Die wahren Gründe liegen auf der Hand. Auch sie weiß heute, dass sie eine solche Wette nicht gewinnen kann.

 

Wenn jetzt aber auch noch der Vorsitzende des Theaterfördervereins in einer Phase, in der es mit dem Bau für alle sichtbar richtig los geht, signalisiert, dass die Finanzierung der 21 Millionen wackelt, weil der Förderverein die eingeplanten 2 Millionen Euro nicht oder nur zur Hälfte zusteuern kann, ist das eine Bankrotterklärung.

 

In unserer Nachbarstadt Bielefeld hat der Förderverein zur Unterstützung des Theaterumbaus in der Planungsphase schwach begonnen und erst dann richtig Geld aquiriert, als mit dem Umbau sichtbar begonnen wurde.

 

Bei uns in Gütersloh scheint das anders laufen zu sollen. Die Gütersloher, auch die FDP, hätten erwartet, dass die bislang eher zögerlichen Anstrengungen des Theaterförderverein jetzt massiv und richtig losgehen würden. 

 

Das Interview mit den Herren Heitlage und Wagner mutet dagegen eher wie eine Aufgabe an: "Herr Friedrich ist ein Künstler..."

Künstler haben in der öffentlichen Meinung eher ein gespaltenes Verhältnis zu Geld. Herr Friedrich scheint neben Gütersloh auch richtige Leuchtturmprojekte zu betreuen zu haben. Die FDP macht sich große Sorgen um die Finanzierung des Theaters und um die Finanzlage der Stadt.

 

Dr. Büscher, der trotz aller Kritik von Anfang an Mitglied des Theaterfördervereins ist, fordert diesen zu mehr Aktivitäten auf. Geht nicht, gibt's nicht, so seine Devise.