FDP zur Stadtwerke-Diskussion

10.07.2009

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“ , so Molière schon vor über 300 Jahren.

Diese alte Weisheit trifft nach Meinung der Gütersloher FDP vielfach auf das Handeln der Schwarz-Grünen-Plattform zu, so deren Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Büscher in einer aktuellen Presseerklärung.

 

In den letzten Jahren sind von CDU und GRÜNEN viele Spitzenkräfte in Gütersloh in den vorzeitigen Ruhestand geschickt worden.

Man hat durch die vorhandene knappe Ratsmehrheit bestehende Strukturen zerschlagen ohne in absehbarer Zeit tragfähige und nachhaltige Neuausrichtungen mit zu beschließen.

 

Im aktuellen Fall der leitenden Mitarbeiter der Stadtwerke wird seit mehr als einem Jahr über die Zukunft unserer Stadtwerke verhandelt.

Nach der Pensionierung eines der beiden Geschäftsführer wurde der verbliebene demontiert und in seinen Kompetenzen drastisch beschnitten. Die nicht nur dadurch verunsicherten leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren mehrfach in den Fraktionen, auch bei der FDP. Sie klagten nicht nur, sondern stellten auch denkbare Modelle für die Zukunft vor. Schwarz/Grün allerdings äußerte sich stets wenig konkret, bis hin zur Bitte, dieses sensible Thema zu vertagen und aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

 

Die FDP hat Verständnis für die Mitarbeiter der SWG, sie haben jegliches Vertrauen in die örtliche Politik verloren und verlassen das sinkende Schiff, egal wohin.

 

Will man in Gütersloh eigenständige Stadtwerke erhalten, was auch die FDP befürwortet, gebraucht man hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und besonders vordenkende Spitzenkräfte, die die SWG nachhaltig erneuern, neue Geschäftsfelder erschließen, vorhandene verbessern und den Markt jederzeit im Blick haben, um nicht irgendwann geschluckt zu werden.

 

Das geht nur, wenn man mit der sie überwachenden Politik vertrauensvoll zusammenarbeiten kann, das ist momentan in keiner Weise gewährleistet.