FDP stellt Kandidaten auf

01.02.2014

Die FDP Gütersloh hat am 30. Januar auf einem außerordentlichen Parteitag im Gütersloher Brauhaus ihre Kandidaten für die kommende Kommunalwahl aufgestellt. Auf Platz 1 der Reserveliste wird Florian Schulte-Fischedick antreten. Schulte-Fischedick gab sich in seiner Bewerbungsrede kämperisch: "Gütersloh steht verglichen mit vielen anderen Kommunen in NRW recht gut da. Wir sind aber der Meinung: Gütersloh kann es besser!". Wo die Liberalen konkret Handlungsbedarf sehen, wurde mit der Verabschiedung des Wahlprogamms deutlich.

Der Ortsvorstand um Dirk Stockamp und Daniel Reiner, der auf Listenplatz 2 gewählt wurde, hat in den vergangenen Monaten unter Einbindung aller Mitglieder des Ortsverbandes ein vielschichtiges Programm erarbeitet. Hierbei wurden auch Nichtmitglieder über facebook und im direkten Kontakt in der Innenstad dazu aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten, wo in Gütersloh Handlungsbedarf besteht. Das Wahlprogramm, welches einstimmig durch die anwesenden Mitglieder angenommen wurde, hat dabei einiges zu bieten: Ziel der FDP ist es nach wie vor, mehr Arbeitsplätze in Gütersloh zu schaffen und fordert hierzu, dringend neue Gewerbegebiete auszuweisen, um neue Unternehmen anzusiedeln und bereits in Gütersloh ansässigen Betrieben Platz zur Erweiterung zu bieten. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Bildung:  Heike Schlüter, für den Listenplatz 3 nominiert, forderte nicht nur einen Ausbau der Kinderbetreuung sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht, sondern machte sich auch für den Ausbau des FH-Standortes Gütersloh stark: "Bei der Konversion der Militärflächen muss die Kaserne an der Verler Straße stärker in die Überlegungen einbezogen werden. Dieses Gelände bietet sich für eine Erweiterung der Fachhochschule geradezu an. Daneben sollte Gütersloh auch versuchen, Einrichtungen des Spitzenclusters OWL oder etwa ein Frauenhofer-Institut dort anzusiedeln.". Auf Platz 4 der Reserveliste wird Claudius Weisensee antreten. Weisensee, der den Schwerpunkt seiner juristischen Ausbildung im Umwelt- und Planungsrecht gesetzt hat, sprach sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität in Gütersloh aus und erinnerte daran, dass die FDP die erste Partei in Deutschland gewesen sei, die Umweltschutz bereits 1971 in ihr Parteiprogamm aufgenommen habe: "Umweltschutz funktioniert aber nur mit den Menschen und nicht gegen sie.". Zusammenfassend fordert die FDP, den Standort Gütersloh für alle Bürgerinnen und Bürger zu stärken und fit für die die Zukunft zu machen. Dazu gehöhrt auch, dass der über 100 Millionen Euro große Schuldenberg abgebaut wird. Florian Schulte-Fischedick: " Wir tragen die Verantwortung für alle Bürgerinnen und Bürger und wollen, dass mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll umgegangen wird. Andere Kommunen haben uns vorgemacht, wie Schuldenabbau funktioniert. Wir dürfen uns nicht länger an den Städten orientieren, denen es schlechter geht, als Gütersloh, sondern müssen uns diejenigen zum  Vorbild nehmen, die besser als Gütersloh da stehen."