Internetabstimmung zur Stadthalle

25.05.2012

Im Zuge der Diskussion um die Zukunft der Stadthalle hat die Neue Westfälische zur Abstimmung gebeten.

 

31% der Befragten entschieden sich für einen ersatzlosen Abriss, der mit 3 bis 5 Mio. € zu Buche steht.

 

Für eine kleine Sanierung konnten sich 17,6% erwärmen. Die kleine Sanierung, von der Verwaltung auch "Pinsellösung" genannt, umfasst nur die notwendigsten Instandhaltungen und würde 2,3 Mio. € kosten. 

 

Nur 5,7% halten einen kleinen Ersatzneubau für sinnvoll.

 

Dagegen stimmen 19% für einen großen Ersatzneubau. Bei einem kleinen oder großen Neubau mit 15 bis 28 Mio. € muss die hohe Restabschreibung der alten Stadthalle berücksichtigt werden.

 

Der Favorit der Verwaltung, CDU und SPD, die große Sanierung, auch "Revitalisierung" genannt, landet nur auf Platz Zwei mit 26,8% der Stimmen. Diese Variante würde die Stadtkasse um min. 10 Mio. € erleichtern.

 

Wir kritisieren, dass die Verwaltung die Planungen ziellos vorgenommen hat. Anstatt zuerst ein von uns gefordertes Anforderungsprofil im Dreiklang von Theater, Stadthalle und möglichem Hotel zu erarbeiten, will man die Diskussion klein halten. Mit einem tragfähigen Konzept in der Hand könnte Gütersloh um private Investoren und Spender werben und die Gütersloher Kulturräume fit für die Zukunft machen.

 

Auch kritisieren wir, dass für eine Entscheidung keine belastbaren Zahlen vorgelegt wurden. So wurden die Baunebenkosten der großen Sanierung doppelt, falsch und nicht nachvollziehbar berechnet. Auch auf Nachfrage konnte keine zufriedenstellende Antwort gegeben werden.