''Gütersloher Sommer'' darf nicht sterben!

21. November 2013

"Jetzt zeigen sich die Folgen jahrelanger Fehlplanung der Stadtverwaltung. Statt in "schöne" Hinterhöfe oder ein überteuertes Rathausfoyer, sollte in Vorhaben investiert werden, die allen Güterslohern zugutekommen." kritisiert der stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Florian Schulte-Fischedick. 

 

Mit Bestürzung nahmen die Gütersloher Liberalen die Ankündigung des Verkehrsvereins auf, dass wegen der baulichen Mängel an der Freilichttribüne, der "Güterloher Sommer" ab dem nächsten Jahr ausfallen könnte. Der FDP-Ortsvorsitzende, Dirk Stockamp, der selbst ein treuer Besucher der Kulturveranstaltung ist, verspricht dem Verein die volle Unterstützung der Liberalen. "Wir haben hier ein hervorragendes Beispiel, wie gut ehrenamtliche Arbeit funktionieren kann. Der Gütersloher Verkehrsverein hat in den letzten Jahren immer tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt, die Gütersloh bereichert haben. Längst sind die Sonntage im Sommer zu festen Terminen geworden, zu denen man gerne mit der ganzen Familie im Mohns-Park zusammenkommt. Das sollte uns mehr Wert sein, als nur ein Lob." 

 

Ausdrücklich lobt Florian Schulte-Fischedick das Vorgehen der Verwaltung. "Anstatt, wie in den vergangen Jahren mit den Hiobsbotschaften zu warten, bis der Haushalt verabschiedet ist, legt die Verwaltung die Karten frühzeitig offen auf den Tisch. Die Politik hat jetzt ausreichend Zeit, die richtigen Weichen zu stellen und Bedingungen zu schaffen, dass der "Gütersloher Sommer" auch im nächsten Jahr wie gewohnt stattfinden kann." 

 

In die Richtung des Gütersloher Verkehrsvereins e.V. sagt er: „Wir sehen die Verantwortung für den Unterhalt der Infrastruktur bei der Stadt. Zugleich hoffen wir aber, dass die zahlreichen Sponsoren des „Gütersloher Sommers“ die Traditionsveranstaltung nicht im Regen stehen lassen, sondern gemeinsam mit uns nach einer Lösung suchen werden.“

 

Die Gütersloher FDP fordert die Stadtverwaltung desweiteren auf, auch an anderen Stellen in der Stadt noch einmal intensiv zu prüfen, wo in den nächsten Jahren Investitionen anstehen. Der vorgelegte Investitionsplan ist ein Anfang. Aber wie das Beispiel der Freilichtbühne zeigt, ist er längst nicht vollständig. "Wir sollten nicht nur danach gehen, wo wir die meisten Zuschüssen rausholen können, sondern was uns am meisten Herzen liegt." schließt Schulte-Fischedick. Dabei nimmt er auch den Gütersloher Stadtpark in den Blick. Dort sind zum Beispiel ausreichend Toilettenanlagen vorhanden. Diese haben aber im Sommer stark eingeschränkte Öffnungszeiten und sind im Winter ganz geschlossen. Bzw. sind sie nicht ausgeschildert und so für Ortsunkundige nicht zu finden. Das wird zu einem Problem, wenn im Winter die Eiswiese wieder geöffnet wird.