Interkommunales Gewerbegebiet Gütersloh/Verl

15.12.2008

In einer gemeinsamen Diskussionsrunde haben sich FDP-Vertreter aus Gütersloh und Verl über ein gemeinsames Vorgehen zum Thema „Neue Gewerbeflächen“ geeinigt.

 

Grundsätzlich werden aus Sicht beider FDP-Ortsverbände neue interkommunale Gewerbegebiete nicht nur begrüßt, sondern als für Gütersloh und Verl dringend notwendig betrachtet.

In Verl sind derzeit noch 71 ha vorhanden, jedoch sind davon 33 ha betriebsgebunden und nur rd. 38 ha verfügbar. Erschwerend kommt hinzu, dass davon bereits weitere 15 ha im Bplan ausgewiesen wurden und einer Nutzung zugeführt wurden. Von den verbleibenden rd. 22 ha hat nur eine Fläche mehr als 5 ha, die Mehrzahl sind weitaus kleinere Gewerbeflächen. 

 

In der Kreisstadt Gütersloh mit fast 100.000 Einwohnern sieht die Sache viel dramatischer aus. Hier sind aktuell kaum zusammenhängende Flächen verfügbar. 

 

Die jetzt in der Diskussion anstehenden Gewerbeflächen des „Interkommunalen Gewerbegebietes Gütersloh-Verl“ sind verkehrlich nicht erschlossen und können nur dann genutzt werden, wenn eine Autobahnauffahrt in unmittelbarer Nähe zu realisieren ist. Nach Auskunft der FDP-Bundestagsfraktion ist damit in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht zu rechnen.

 

Bei einem Anliegergespräch in Verl wurde keine Bereitschaft zu einem Verkauf der Flächen signalisiert, die fast zu 100 Prozent auf Verler Gebiet liegen. Die betroffenen Anlieger wehren sich vehement gegen die geplante Ausweisung. Zudem sind die landwirtschaftlichen Nutzflächen relativ hochwertig und damit erhaltenswürdig. 

 

Die Gütersloher und Verler FDP-Sprecher Dr. Wolfgang Büscher und Peter-Georg Manuth sehen deshalb übereinstimmend keine Möglichkeit einer Realisierung in den kommenden 10-20 Jahren.

 

Um aber den eingangs aufgezeigten kurzfristigen Bedarf decken zu können, müssen neue Überlegungen angestellt werden, wo und mit welchen Partnern andere Gewerbegebiete zumindest mittelfristig gefunden und erschlossen werden können.

 

In Verl ist ein „Interkommunales Gebiet“ zusammen mit Rietberg an der Varenseller Straße und dem Westfalenweg viel unkomplizierter zu entwickeln. 

 

In Gütersloh ist dies möglich entlang der Marienfelder Straße und zusammen mit Harsewinkel. Hier gibt es erstens eine große Verkaufsbereitschaft der Anlieger und zweitens ist die Bodengüte um ein Vielfaches schlechter als im dem angedachten Gebiet mit Verl.

 

Sowohl die Gütersloher als auch die Verler FDP fordern die CDU-Vertretungen in den jeweiligen Räten auf, über die von der FDP aufgezeigten Alternativen aktiv und möglichst schnell nachzudenken.