Erinnerungskultur und Gewerbeflächen auf dem Flughafen

11.04.2014

Die Ausführungen des NRW-Urban Mitarbeiters Bertelt-Glöß im letzten Hauptausschuss am 31. März machen der FDP-Ratsfraktion Mut, dass die angedachte Gewerbegebiets- entwicklung auf der ehemaligen Flughafenfläche in der notwendigen Größenordnung umgesetzt werden kann. Mit der Unterschrift der Bürgermeisterin unter eine Konversions- vereinbarung mit der BIMA (Bundesanstalt für Immobilien- aufgaben) und der von der FDP eingebrachten Idee einer Entwicklungsgesellschaft unter der Federführung der Stadt Gütersloh und unter Beteiligung aller interessierten Umlandkommunen kommt allmählich Bewegung in die bisher rein theoretisch geführte Diskussion.

 

 Unumstrittene Planungshoheit hat dabei die Stadt Gütersloh, die aber inzwischen deutlich erklärt hat, das Areal auch durch ein interkommunales Gewerbegebiet auf „Augenhöhe“ zu entwickeln.

 

Über Größe und Art eines geschützten Naturareals ist nach Aussage von NRW-Urban ausführlich zu reden. Die bisherigen oberflächlichen Begehungen seien nur ein „erster Aufschlag“.

 

Der Gütersloher FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Wolfgang Büscher, der sich im Rahmen seiner Dissertation schon 1990 mit der Konversionsfläche beschäftigt hat, sieht auf dem 344 ha großen Areal aber auch weitere Nutzungsmöglichkeiten, so zum Beispiel eine Nachnutzung bestehender Gebäude, wie des Manfred-Richthofen-Hauses und des Kasinos mit dem Göring-Zimmer als Museen über die NS-Zeit des Flughafens und seine Bedeutung in der Nachkriegszeit, dem sog. Kalten Krieg.

 

Innerhalb einer neuen Bebauung zur Gewerbeentwicklung ließen sich die dann denkmalgeschützten Gebäude sicherlich als „Highlight“ gut integrieren. Weitere erhaltenswerte Gebäudeobjekte wie einzelne bunker, zur Nutzung als Kunstprojekte zu entwickeln, hält Büscher gleichfalls für möglich und sinnvoll.

 

Die seit vielen Jahren erfolgreich betriebene Zusammenarbeit der Briten mit dem Verkehrswacht des Kreises sollte auf dem Flughafengelände ausgebaut werden. Ein  Verkehrssicherheitszentrum fehlt im Kreis und muss gerade vor dem Hintergrund viel zu vieler tödlicher Autounfälle dauerhaft installiert werden.

 

Der bestehende Golfplatz und diverse weitere Freizeitangebote der Briten könnten durch Gütersloher Vereine erhalten oder ausgebaut werden.

 

Das riesige Areal bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, auf die Büscher in den letzten Jahren in vielen Vorträgen auf Kreisebene hingewiesen und für die er geworben hat.

 

Nun ist es an der Zeit für alle Interessierte, die Kräfte zu bündeln und die vor der Tür stehenden Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen, um gemeinsam Naturschutz, alternative Energiegewinnung und Gewerbegebietsentwicklung voranzubringen. 

 

„Es gibt viel zu tun, packen wir es gemeinsam an.“