FDP ernennt zwei neue Ehrenvorsitzende

03.01.2005

Zwei viele Jahre in verschiedenen Funktionen für die FDP engagierte Mitglieder wurden auf dem jüngsten Ortsparteitag der Liberalen geehrt. Vorsitzender Christian Weeke ernannte Tassilo Hardung und Herbert Strothmann zu Ehrenvorsitzenden der Ortspartei. Zum neuen zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung im "Bockskrug" Dirk Stockamp.

 

Herbert Strothmann, der aus gesundheitlichen Gründen an der Ehrung nicht teilnehmen konnte, ist einer der Ur-Liberalen Güterslohs. Mehr als 20 Jahre, bis 1994, saß er im Rat. In der Zeit, als CDU und FDP eine bürgerliche Mehrheit im Stadtparlament bildeten, war Herbert Strothmann etliche Jahre auch stellvertretender Bürgermeister. 

 

Tassilo Hardung hat bis 2004 neun Jahre lang den Ortsverband geführt, einige Jahre zugleich die Kreispartei. Er hatte ab 1984 als sachkundiger Bürger bei der FDP mitgemacht, war fünf Jahre Ratsherr und ist nun als Sachkundiger weiter aktiv.

 

Vorsitzender Weeke blickte auf ein vor allem durch die Kommunalwahl geprägtes Jahr zurück. Nur 100 Stimmen hätten zum dritten Ratsmandat gefehlt. Man wolle daher nach der 2009 anstehenden nächsten Wahl "noch deutlicher präsent sein" und darauf beizeiten hinarbeiten. 

 

Das wollen im Rat zumal die beiden Ratsherren Hartwig Fischer und Dr. Wolfgang Büscher tun, der jetzt als Beisitzer auch zum Vorstand gehört. Fraktionsvorsitzender Fischer erinnerte daran, dass die FDP seit Jahren für einen Kreis- oder Ovalverkehr an der Kreuzung Blessenstätte/Kirchstraße sei. 

 

Obwohl sich der Planungsausschuss erst Anfang 2006 damit befassen müsse, sei die Fraktion dafür, "das Thema bereits jetzt aufzugreifen, um einem geplanten Bürgerbegehren der BfGT den Wind aus den Segeln zu nehmen". Aufgrund ihrer Plattform mit den Grünen sei die CDU in dieser Sache freilich zu einem "Wackelkandidaten" geworden.

 

Als wichtige Thematik stellte Fischer auch "die millionenschweren Investitionen in das Städtische Klinikum und die leistungsfähige Versorgung der Bürger vor Ort" heraus. Hier setze sich die FDP "unverzagt" für eine stärkere Zusammenarbeit oder Fusion mit dem St.-Elisabeth-Hospital ein. Auch den seitens der FDP befürworteten, aber für bislang unbefriedigend gehaltenen Verkauf von kommunalen Immobilien und Parkgaragen sprach Fischer an.

 

Obwohl die CDU als stärkste Gruppierung im neuen Rat von den Bürgern den "Gestaltungsauftrag" bekommen habe, betreibe sie bisher eher eine "Blockadepolitik gegenüber der Verwaltung und guten Anregungen aus den anderen Fraktionen", monierte Fischer. Man vermisse allerdings "auch die Kommunikationsbereitschaft der Verwaltungsleitung mit den Fraktionen". Bis heute habe die Bürgermeisterin keinen Informationsaustausch angeboten.