Die Stadt ist nicht der bessere Bauherr!

17.05.2019

Zur aktuellen Diskussion um den Erwerb der ehemaligen Britenhäuser von der Bundesanstalt für Immobilienauf-gaben (BImA) durch die Stadt erklärt die Gütersloher FDP: Wir halten es nicht für zielführend, dass die Stadt die Wohnungen zu Höchstpreisen erwirb, um diese dann in Eigenregie abzureißen und neue Wohnungen zu errichten. Die Stadt ist nicht der bessere Bauherr! Was passiert, wenn die Stadt selbst als Bauherr auftritt, kann derzeit an unterschiedlichen Langzeitbaustellen in unserer Stadt beobachtet werden. Vielmehr sollte die Stadt alle ordnungs-rechtlichen Maßnahmen, wie einen durchdachten Bebauungsplan nutzen, um die Quartiere zu entwickeln. Für die Gütersloher Liberalen sollen folgende Kriterien dabei Priorität haben:

    1. eine soziale Durchmischung des Quartiers

    2. eine zügige Bebauung

    3. eine optimale Ausnutzung der Bebauungsfläche

    4. keine öffentliche Subventionierung von Bauland

Die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugenossenschaft geht die FDP deshalb vehement ab. Die Grün-dung einer kommunalen Liegenschaftsgesellschaft zur Verwaltung der kommunalen Immobilien sollte dagegen von der Stadt endlich ernsthaft geprüft werden. Zwar sehen es die Gütersloher Liberalen immer noch als Königsweg, wenn eine renommierte, regionale Wohnungsgesellschaft wie der Gütersloher Bauverein die Verwaltung der städtischen Wohnungen übernehmen würde. Allerdings verlief die letzte Kooperation zwischen Bauverein und Stadt wenig erfolgreich. Auf jeden fall, soll vermieden werden, dass nun durch die europaweite Ausschreibung erneut eine Immobiliengesellschaft in Erscheinung tritt, die rein auf Gewinnmaximierung und nicht am Wohl der Mieter interessiert ist.