Einzelhandel in Avenwedde

27.02.2010

FDP weiterhin für einen gemeinsamen Standort von ALDI und EDEKA auf dem Westerfelhaus-Gelände in Avenwedde

 

Die Avenwedder Bürgerversammlung zum Rahmenplan für den Gütersloher Ortsteil am letzten Montag zeigte sehr deutlich, was die FDP schon lange moniert: das Einzelhandels- und Zentrenkonzept in Gütersloh ist schlecht gemacht. Das gilt besonders für Avenwedde-Mitte.

Bei der Verabschiedung dieses Konzeptes hat sich die FDP vor Monaten vehement gegen eine Verabschiedung gewehrt. Sie hat die Probleme vorausgesagt, die jetzt in Avenwedde offensichtlich werden. Man kann eine Verbesserung der Einzelhandelssituation in Avenwedde nicht einfordern und gleichzeitig die erlaubte Fläche dafür so klein bemessen, dass dies gar nicht möglich ist.

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept ist eine planerische Richtlinie für die Weiterentwicklung der Ortsteile, die Wunschvorstellungen beinhaltet und Wildwuchs vermeiden will, allerdings keine unmittelbare gesetzliche Bindung wie eine Satzung hat. Das heißt, dass sich Planungsausschuss und Rat jederzeit bei neuen Entwicklungen oder Einsicht in die Fehlerhaftigkeit über die vormaligen Festschreibungen hinwegsetzen kann.

Im Verfahren um die Verabschiedung des Gütersloher Einzelhandels- und Zentrenkonzepts hat der Stadtplaner wie ein Löwe um „seine“ Ziele gekämpft und am Ende auch die zeitweiligen Kritiker der CDU zur Zustimmung überredet. In konkreten Fall Avenwedde versteckt er sich - wie zu erwarten – hinter den Planungszielen als hätten sie Gesetzeskraft. In der Bürgerversammlung schiebt er die Verantwortung den Politikern zu, die seinem Konzept schließlich zugestimmt hatten.

Nach Ansicht des FDP-Fraktionsvorsitzendem Dr. Wolfgang Büscher muss das Konzept für Avenwedde–Mitte umgehend nachgebessert werden. Die Fläche, in der Einzelhandel erlaubt ist, muss bis zur Carl-Miele-Straße erweitert werden. Die Bürgerinnen und Bürger in Avenwedde haben wie alle anderen Gütersloher auch ein Anrecht auf eine wohnungsnahe Einzelhandelsversorgung.

An ihren jetzigen Standorten haben ALDI und EDEKA keine Expansionsmöglichkeiten und suchen nach einem neuen gemeinsamen Quartier. Das bietet sich auf dem Westerfelhaus-Gelände zwischen Avenwedder- und Spexarder Straße an. 

Dies ist viel besser, als den ALDI an seiner jetzigen Stelle auszubauen und einen neuen EDEKA-Markt auf der anderen Seite der Osnabrücker Landstraße auf dem ehemaligen Bolzplatz-Gelände anzusiedeln. Einen Ausbau hält selbst ALDI für nicht realisierbar. Die Querung der Straße beim Einkauf in beiden Märkten ist zudem ein vermeidbares Gefahrenpotential.

Auch die verkehrliche Erschließung des Parkplatzes der Bertelsmann Hauptverwaltung würde optimiert, wenn man den Parkplatz nicht nur über die vielbefahrene Carl-Bertelsmann-Straße verlassen könnte, sondern auch über die Spexarder Straße. Nebenbei würden viele Angestellte sicherlich noch bei ALDI und EDEKA einkaufen.

Alles in Allem ist eine bürgernahe Einzelhandelsversorgung in Avenwedde nach Ansicht der FDP nur auf dem Westerfellhaus-Gelände zu realisieren. Dafür sind die fehlerhaften Ziele des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für Avenwedde durch den Planungsausschuss schnellstmöglich zu revidieren.