Schulministerin überzeugt mit pragmatischen Lösungen

15.11.2017

Zum inzwischen 45. Mal trafen sich die Gütersloher Liberalen - und nicht nur diese - zum traditionellen Grünkohlessen unseres Ortsverandes. Dirk Stockamp konnte sich als Ortsvorsitzender nicht nur über unserer Ministerin für Schule und Bildung in NRW, Frau Yvonne Gebauer, als Gastrednerin, sondern auch über zahlreiche Gäste aus Stadt- und Kreisverwaltung sowie Schulpflegschafts- und Schülervertretern freuen. Wie vor fünf Jahren an gleicher Stelle, war das Grünkohlessen im Restaurant Amadé außerordentlich gut besucht. In seiner Einleitung ging Dirk Stockamp aber auch auf die dazwischen liegenden schweren Jahre für die FDP ein und bedankte sich bei allen aktiven Mitgliedern dieser Zeit, die "den Kopf nicht in den Sand gesteckt" hatten und mit ihm am Fortbestand einer liberalen und freiheitlichen Partei - auch in Gütersloh - gearbeitet haben.

v.l.: Hermann Ludewig, Karl-Heinz Kissing, Yvonne Gebauer und Dirk Stockamp
v.l.: Hermann Ludewig, Karl-Heinz Kissing, Yvonne Gebauer und Dirk Stockamp

Nicht nur diese Jahre sondern 45 Jahre mehr, der an Höhen und Tiefen reichen Parteige-schichte, hat Karl-Heinz Kissing erlebt. Für inzwischen über 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Herr Kissing vom Kreisvorsitzenden Hermann Ludewig die Theodor-Heuss-Medaille in Gold. In sei-ner kurzen Ansprache erinnerte Hermann Ludewig an das außergewöhliche Engagement von  Karl-Heinz Kissing als Vorstandsmitglied des Orts-verbandes in Gütersloh (1975-2000), als Ratsherr (1982-1989 und 1994-1998) sowie als Ortsvorsitzender (1990-1995). Frau Gebauer gratulierte mit den Worten: "1966 war ein gutes Jahr. Herr Kissing ist in die FDP eingetreten und ich bin geboren worden".

 

In dem anschließenden gut einstündigen Vortrag von Frau Gebauer ging diese ausführlich und detailliert informiert auf die zukünftige Bildungspolitik unter liberaler Führung in NRW ein. Schwer-punktthemen für die kommenden Jahre sind für die neue Landesregierung dabei die Bereiche Integration und Inklusion, die Gewinnung neuer Lehrkräfte, die Digitalisierung der Schulen und die Wiedereinführung des Abiturs nach neun Jahren - kurz G9. Mit ihren dabei sehr praktischen Ansätzen und ihrer Leidenschaft für diese Aufgaben überzeuge die Ministerin die anwesenden Vertreterinnen von Schülern, Eltern und Verwaltung. Gleichzeitig gab sie aber auch sehr ehrlich zu, dass die vor uns liegenden Aufgaben viel Arbeit bedeuten und nicht kurzfristig zu lösen sind. Sie kündigte dabei an, dass im es im Frühjahr 2018 eine PR-Kampagne für den Lehrerberuf geben wird und die Umstellung auf G9 erst zum Schuljahr 2019/2020 erfolgen wird. Letzters nicht nur deshalb, weil ein neuer Lehrplan zu erstellen sei, sondern auch weil vor Ort häufig nicht mehr genügend Schulräume zur Verfügung stehen.

Der kulinarische Abschluss des Abends fand in gelöster Atmosphäre und in dem Wissen statt, dass die FDP wieder zurück auf der politischen Bühne ist  und den Anspruch und Willen hat unser Land mitzu-gestalten.