44. traditionelles Grünkohlessen der FDP Gütersloh

v.l. Rainer Gellermann, Dr. Joachim Stamp, Philip Winkler mit Lebensgefährtin, Dr. Ulrich Klotz
v.l. Rainer Gellermann, Dr. Joachim Stamp, Philip Winkler mit Lebensgefährtin, Dr. Ulrich Klotz

23.11.2016

Zum 44. Grünkohlessen der Güterloher FDP konnte der Stadtverbandsvorsitzende Dirk Stockamp in diesem Jahr 60 Gäste und Parteifreunde im Hotel „Bonne Vie“ be-grüßen. Bei hervorragendem Essen konnte der Gastredner Dr. Joachim Stamp mit großer Überzeugungskraft Gäste und Partei-freunde auf die Wahlkämpfe im kommenden Jahr einstimmen.

Dr. Stamp führt hinter Christian Lindner die Landesliste der FDP zur Landtagswahl 2017 an. Daneben ist Stamp engagierter Kommunal-politiker in Bonn, wo er zum dritten Mal in Folge seinen Wahlkreis direkt gewonnen hat.

Der derzeitige stellvertretende Vorsitzende der FDP im Düsseldorfer Landtag  zeigte unter dem Titel „FDP-das NRW .Update“  liberale Perspektiven und Alternativen für NRW auf. Denn NRW liegt bei „Staus, Schulden und Kriminalität“ ganz vorne im Vergleich zu anderen Bundesländern. Ganz weit hinten dagegen liegt NRW beim Wirtschaftswachstum und bei drohender Kinderarmut, obwohl die Ministerpräsidentin Kraft versprochen hat, dass „kein Kind zurückbleiben darf.“  Als erste Parteihabe die FDP gefordert, den Gymnasien die Wahlmöglichkeit zu geben, das Abitur nach 8 oder 9 Jahren anzubieten. Inzwischen seien CDU und Grüne in dieser Frage umgeschwenkt, dennoch bewege sich die rot-grüne Koalition in dieser Legislaturperiode nicht mehr. Scharf kritisierte Stamp die Idee der  grünen Ministerin Löhrmann von individuellen Lernzeiten.  Auch die Inklusion von Kindern mit Behinderungen sei nicht sorgsam vorbereitet und  mit ausreichenden finanziellen Mitteln  ausge-stattet.  Beispielhaft für die Konzeptionslosigkeit der rot-grünen Landesregierung  nannte Stamp die Antwort von Ministerpräsidentin Kraft auf die Frage nach Projekten für das kommende Jahr auf der Landespressekonferenz. Hierzu konnte Kraft keine Antwort geben, sie wolle diese schriftlich nach-reichen.

Neben der Kritik an der rot-grünen Landesregierung  nannte Stamp auch einige Projekte, die die FDP vorangetrieben habe bzw. vorantreiben wolle. Durch einen Freibetrag von 500 000 € bei der Grund-erwerbssteuer  möchte die FDP junge Familien bei dem Erwerb von Wohneigentum entlasten.  Stamp spricht sich für ein modernes Einwanderungsgesetz aus, von dem auch gut integrierte Kriegsflücht-linge profitieren können, die ansonsten in ihre Herkunftsländer zurückkehren müssen, wenn der Krieg dort beendet ist. Auf Initiative der FDP sei der Verein“Lies“ verboten worden. Dieser habe unter dem Deckmantel von Koranverteilung radikal-salafistische Terrorwerbung betrieben. Die FDP fordere einen nationalen Integrationsplan und eine erweiterte Schulpflicht für jugendliche Geflüchtete. Unter-nehmensgründungen will die FDP durch die  Einführung eines bürokratiefreien Jahres  im ersten Jahr erleichtern. Als Beispiele für überbordende Bürokratie nannte Stamp die Einführung der Hygiene-ampel, die keinen Nutzen bringe, aber bei den Betrieben einen enormen  Dokumentationsaufwand verursache sowie das Tariftreuegesetz, welches Handwerksbetriebe bei öffentlichen Aufträgen belaste.

In seiner Vorstellung sprach sich auch der heimische Landtagskandidat(Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz) Rainer Gellermann für einen entschiedenen  Bürokratieabbau aus. Aus seinem beruflichen Alltag konnte er einige absurde Beispiele beisteuern. Daneben setzt sich Gellermann für eine moderne Infrastruktur im Straßen- und Datenverkehr ein. Sein besonderes Anliegen hier sind die Ortsumgehungen von Friedrichsdorf sowie Herzebrock-Clarholz. Für eine realitätsnahe Ausbildung unterstützt er die FDP-Forderung  nach einem verpflichtenden Schulfach Wirtschaft.

Zu einem besonderen Jubiläum durfte der Kreis-vorsitzende Hermann Ludewig  gratulieren. Reinhard Düspohl aus Harsewinkel  wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der FDP mit der Theodor-Heuss-Medaille geehrt. Düspohl habe die FDP im Stadtrat von Harsewinkel vertreten  und sich dreimal für eine Landtagskandidatur in den Dienst der Partei gestellt. Fit gehalten habe sich Düspohl durch Langlauf, wobei er 25 mal  am Hermannslauf teilgenommen habe. Ein be-sonders emotionaler Moment sei die Teilnahme am Berlin-Marathon 1990 gewesen, als dieser zum ersten Mal durch das Brandenburger Tor geführt habe.  Ludewig bedankte sich bei dem Jubilar für das dauerhafte und beständige En-gagement in der FDP und in öffentlichen Ämtern.

v.l. Reinhard Düspohl und Hermann Ludewig
v.l. Reinhard Düspohl und Hermann Ludewig