Drittes Gymnasium - FDP bei der Regierungspräsidentin

08.08.2007

Nach einer Diskussionsrunde im Frühjahr 2007 mit Andreas Kimpel und Detlef Zumwinkel vom Fachbereich Schule der Stadt Gütersloh zum Thema „3. Gymnasium in Gütersloh“ trafen sich Vertreter der Gütersloher FDP in der vergangenen Woche in Detmold zu einem Gespräch mit der Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, dem Leiter der Schulabteilung Michael Uhlich, der Verwaltungsjuristin Maria Kisting-Dierker sowie dem schulfachlichen Dezernenten Dr. Egon Gindele, um deren Meinung zu einem 3. Gymnasium in Gütersloh zu erfragen.

 

Auch auf der Seite der Bezirksregierung wurde die Notwendigkeit einer Ausweitung des gymnasialen Angebotes in der Stadt Gütersloh gesehen. Die Detmolder sprachen sich gegen ein länger andauerndes Provisorium (Dependance-Schule) aus und empfahlen den Güterslohern, die Stadtentwicklung mit der Schulentwicklung zu verbinden. Seitens der Bezirksregierung werde es – falls es in Gütersloh eine politische Entscheidung zur Einrichtung eines weiteren Gymnasiums gebe – jedwede Unterstützung und Beratung geben, allerdings kein Geld, da Schulbaumaßnahmen seit 2003 über sog. jährliche Schulpauschalen vom Land NRW abgegolten werden.

Die Mindestgröße für die Genehmigung von Gymnasien liegt bei einer Dreizügigkeit, die das ESG mit derzeit fünf und das SG mit sieben (über 1600 Schülerinnen und Schüler) mehr als erfüllt. Zu erwarten sind in Gütersloh ansteigende Schülerzahlen, so dass kurzfristig mit mehr als zwölf gymnasialen Zügen gerechnet werden muss. 

Momentan liegt Gütersloh mit einer Übergangsquote von ca. 32 % von den Grundschulen zum Gymnasium noch 6% unter dem NRW-Durchschnitt. 

Die Gütersloher FDP sieht eine dringende Notwendigkeit zur Neuerrichtung eines weiteren Gymnasiums, auch um soziale Ungleichheiten zu beseitigen, die durch fehlende gymnasiale Schulplätze entstehen.

Für die FDP sind als mögliche Standorte das Pfleiderer-Gelände an der Holzstraße sowie das Gebäude der Volkshochschule (ehemalige Realschule) mögliche Standorte. Träger einer solchen neuen Schule muss nach Ansicht der Gütersloher FDP nicht unbedingt die Stadt sein. Vorstellbar ist auch, dass sich in der langen Geschichte des Gütersloher Stiftungswesens eine Stiftung der Trägerschaft annimmt. Auf jeden Fall gibt es schnellen Handlungsbedarf, weil eine zu große Schule nicht mehr im Sinne der Schülerinnen und Schüler zu organisieren ist.