Drittes Gymnasium

05.06.2008

Die FDP lehnt geplante und beschlossene Erweiterung des Städtischen Gymnasiums weiterhin ab. Die notwendigen Baumaßnahmen am Städtischen Gymnasium als Ersatz der abgängigen Rolandbauten, für Fachräume und Mehr-zweckräume für den Ganztagsbetrieb, befürwortet die FDP ausdrücklich. Auch die Notwendigkeit einer schnell zu bauenden Innenstadtsporthalle wird von uns anerkannt.

 

Wir fordern nach wie vor die Neugründung eines weiteren dreizügigen Gymnasiums mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Vergleichbare Städte haben 4 oder mehr Gymnasien. Gütersloh hat hier einen besonders großen Nachholbedarf. 

Wir brauchen eine stärkere Förderung des naturwissen-schaftlichen Bereichs. Die heimische Wirtschaft sucht händeringend nach geeigneten Fachkräften im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Gütersloh will in diesem Bereich zum Hochschulstandort werden (Teilnahme an einem Landeswettbewerb). 

 

Die Verwaltung betreibt seit Jahren in den beiden Gymnasien Mangelverwaltung.

 

Das von ihr vorgelegte Konzept geht davon aus, dass das Ev. Stift. Gymnasium baulich 5 –zügig erweitert wird. Das Kuratorium hat in dieser Frage noch keine Entscheidung gefällt. Das beschlossene Raumprogramm sieht für das Städtische Gymnasium 6 Züge in der Sekundarstufe 1 vor, kurzfristig können es sogar bis zu 9 Züge werden. Für die Oberstufe besteht kein Raumkonzept.

 

Im Schulentwicklungsplan der Stadt Gütersloh wird infrage gestellt, ob mehr als 6 Züge an einem Gymnasium pädagogisch sinnvoll sind. Z. Z. sind es jetzt schon mehrjährig 7 und es werden noch mehr!

 

Die Liberalen sind nach den Zahlen des Schulentwicklungs-planes und den Anmeldezahlen dieses Jahres der Überzeugung, dass Gütersloh auch auf Dauer mindestens 12 bis 13 gymnasiale Züge benötigt. Die Übergangsquote zu den Gymnasien hat sich in Gütersloh von 29,1 % in 1997 auf 35,4% in 2008 erhöht, liegt damit aber immer noch unter dem Landesdurchschnitt von 38,8%. Wir sind jedoch gegen Mammutschulen. Wir fordern daher die Verwaltung und die politische Mehrheit auf, ein Konzept zu erstellen, welches diesem Bedarf durch 5 Züge am Städt. Gymnasium, 4 Züge am ESG (für diese Größe sind diese beiden Schulen vorgesehen) und 3 Züge in einem neu zu gründenden 3. Gymnasium gerecht wird. 

 

Für das neu aufzubauende 3. Gymnasium ist zu prüfen, ob Gebäude der vorhandenen Schulzentren angesichts der insgesamt rückläufigen Schülerzahlen genutzt werden können. Dann könnte man den Druck der Anmeldezahlen in der Stufe 5 schnell mindern und die neue Schule könnte kontinuierlich wachsen.

 

Die vorgeschlagenen Investitionen sind dringend! Eine Finanzierung über PPP (Public Private Partnership) ist ernsthaft zu prüfen und anzustreben.

 

Volker Ebeling , sachkundiger Bürger für die FDP im Schulausschuss

Dr. Wolfgang Büscher, FDP Ratsmitglied