Warum wir Gütersloh wirtschaftlich weiter voranbringen müssen

Von Markus Reiferscheid

“Sagen wir wie es ist: Gütersloh hat sich satt gefressen. Die großen Unternehmen waren der Politik bereits gut genug – man hielt die Bereitstellung von Gewerbeflächen zum Beispiel oft für unnötig. Die Menschen, die nicht von unserer heimischen Industrie profitieren, hat die Politik einfach akzeptiert.”

In Gütersloh sind alle reich. Das zumindest wäre meine These, wenn ich die Standortpolitik der letzten Jahre ganz unvoreingenommen betrachten würde. Den Menschen muss es einfach gut gehen – ansonsten könnte ich mir die träge Wirtschaftspolitik in Gütersloh nicht erklären.

Zugegeben: Als FDP-Kandidat, der das Themenfeld Wirtschaft abdeckt, ist mein Blick nicht unvoreingenommen. Ich weiß, dass in Gütersloh gerade viele Menschen einen Job suchen – die Corona-Krise hat diese Situation sogar noch verschärft.

Genau deshalb befremdet mich unsere kommunale Wirtschaftspolitik auch so. Wir müssen unserer Wirtschaft mehr Wumms verpassen – nur damit geben wir den über 10.000 Erwerbslosen in unserer Stadt eine langfristige Perspektive.

Warum wir unsere Wirtschaft stärken müssen

An sich ist Gütersloh gut aufgestellt. In unserer Stadt sind Miele, Bertelsmann und zahlreiche andere Industrieunternehmen. Gerade solche Unternehmen bezahlen ihren Mitarbeitern in vielen Bereichen mehr als den Mindestlohn. Vor allem in der Industrie können Menschen soviel Geld verdienen, dass sie davon gut leben können und nicht jeden Cent zweimal umdrehen müssen.

Aus diesem Potenzial hat die Stadt bisher viel zu wenig gemacht. Es fehlt an Gewerbeflächen, damit Unternehmen wachsen und mehr Mitarbeiter einstellen können. Es fehlt an niedrigeren Steuersätzen, damit Unternehmen ihr Kapital unter anderem in Mitarbeiter investieren können. Es fehlt an Werbung für unseren Standort, damit sich begehrte Fachkräfte und andere Unternehmen hier niederlassen.

Sagen wir wie es ist: Gütersloh hat sich satt gefressen. Die großen Unternehmen waren der Politik bereits gut genug – man hielt die Bereitstellung von Gewerbeflächen zum Beispiel oft für unnötig. Menschen, die von unsere heimischen Industrie noch nicht profitieren, hat die Politik akzeptiert.

Noch ist Gütersloh wirtschaftlich gut aufgestellt. Das ist aber nicht wegen der Politik – sondern trotz der Politik der Fall. Damit sich Gütersloh als Wirtschaftsstandort weiterentwickeln kann, müssen wir meiner Meinung nach einen anderen Kurs fahren: Mit weniger Steuern und mehr Flächen.

Aber auch die Förderung von Innovation ist mir wichtig.

Darum brauchen wir ein Technologie- und Start-Up-Zentrum

Die Stadt sollte daran arbeiten, in der Nähe unseres FH-Standorts ein Technologie- und Start-up-Zentrum einzurichten. Wie die Stadt ein solches Zentrum fördern kann, haben wir in unserem Wahlprogramm erläutert.

Ein solches Zentrum gäbe Gründerinnen und Gründern neue Selbstverwirklichungs-Chancen, von denen Gütersloh profitiert. Je erfolgreicher und innovativer Start-Ups werden, desto mehr Arbeitsplätze entstehen auch. Zugleich würde Gütersloh als Hochschulstandort gestärkt, da gerade viele Studierende dazu neigen, neue Unternehmen zu gründen.

Ein anderer Aspekt ist der Innovationsturbo, den frische Unternehmen geben können. Zukunftsaufgaben wir der Klimawandel lassen sich auf Dauer nur mit technologischen Weiterentwicklungen lösen. Gerade Unternehmen, die an umweltfreundlichen Lösungen arbeiten, werden in den kommenden Jahren zurecht wachsen.

Was wäre, wenn wir solche Unternehmen auch in Gütersloh hätten? Ein Gewinn für uns wäre es allemal.

Zusammengefasst: Dafür steht meine Kandidatur

Gütersloh muss eine intensivere Wirtschaftspolitik betreiben, um Erwerbslosenzahlen zu minimieren und gute Arbeitsplätze zu schaffen. Vor allem mehr Flächen und Steuernachlässe sind hierbei sinnvoll.

Um innovativer zu werden, sollte der neue Stadtrat ein Technologie- und Start-Up-Zentrum fördern.

Hierfür setze ich mich ein und kandidiere deshalb auch bei der Kommunalwahl am 13 September. Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns doch einfach – ich setze mich schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung, sodass wir uns austauschen können.