Neue Westfälische "FDP fordert Verzicht auf Parkgebühren"

26.03.2020

Stadt und Bürger sollen örtlichen Handel stärken.

Gütersloh(nw/ost). Die Gütersloher FDP hat vorgeschlagen, dass die Stadt derzeit keine Gebühren für das Parken auf öffentlichen Parkflächen verlangt. Das federe die Auswirkungen der Corona-Krise auf den örtlichen Einzelhandel sowie das Hotel- und Gastronomiegewerbe ab.

 

„Schon die völlig richtige Entscheidung, die Auftaktveranstaltung zum Gütersloher Frühling und den verkaufsoffenen Sonntag abzusagen, war ein herber Rückschlag für alle Engagierten“, sagt Sascha Priebe, neuer Stadtverbandsvorsitzender der Liberalen. Damit es nun nicht zu einem Einzelhändler- und Gastronomiesterben komme, solle das Parken vorerst umsonst sein. Das führe auch zu höherer Sicherheit, denn die Bedienung eines Parkautomaten erhöhe die Ansteckungsgefahr.

 

Wie bereits in anderen Städten beschlossen, könne auf die Parkscheibe im Auto ausgewichen werden, so Priebe. Der Ordnungsdienst solle für die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen eingesetzt werden, „anstatt Food-Lieferdienste mit Ordnungsgeldern zu belegen“.

 

Der FDP-Stadtverband ruft die Bürger dazu auf, den örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie in diesen Zeiten besonders zu unterstützen. Anstatt bei großen Online-Händlern zu bestellen, könne man prüfen und anrufen, ob der Gütersloher Einzelhändler das gewünschte Buch oder das Spielzeug für die Kinder nach Hause liefere. Die lokale Gastronomie könne mit Bestellungen über Lieferdienste oder durch Selbstabholung unterstützt werden. Man müsse den örtlichen Handel und die Gastronomen in dieser für sie existenzbedrohenden Situation unterstützen, „sonst kann es nach der Krise sehr trostlos und langweilig in unserer Stadt aussehen“, so Priebe.