Neue Westfälische "Zweifel an Berechnung zur Ortsumgehung"

23.09.2019

Verkehr: Die FDP widerspricht den Trassengegnern in Friedrichsdorf und Umgebung

Gütersloh. Die Landesregierung aus CDU und FDP hat die Dringlichkeit der Ortsumgehung Friedrichsdorf höhergestuft und will sie bis 2022 planerisch angehen. Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative gegen den Bau gegründet. Das ruft die Gütersloher FDP auf den Plan. Laut dem Stadtverbandsvorsitzenden Rainer Gellermann wird der Bedarf einer Ortsumgehung schon deshalb größer, weil der Lückenschluss der A 33 bevorsteht. Die Ergebnisse der vergangenen Verkehrszählungen ließen regelmäßig eine Zunahme der Verkehrsbelastung erkennen und widerlegten die Behauptung der Bürgerinitiative gegen die Ortsumgehung, dass hohe Verkehrsaufkommen hauptsächlich durch den Ziel- und Quellverkehr der Friedrichsdorfer verursacht würden.

 

Den Einwand der Initiative, eine 5.400 Meter lange und zwölf Meter breite Straße verbrauche 60 Hektar Fläche, können die Liberalen „schon mathematisch nicht nachvollziehen“.

 

Keine neuen Erkenntnisse über eine Entlastung zu erwarten

 

Der Planungsausschuss habe im Mai beschlossen, etwa zwei Monate nach dem Lückenschluss der A 33 eine erneute Verkehrszählung und ein Gutachten zur Auswirkung auf das umliegende Straßennetz zu beauftragen. Nach Erfahrungen aus der Vergangenheit seien hieraus keine neuen Erkenntnisse über eine Entlastung der Ortsdurchfahrt zu erwarten, so Gellermann. Da Straßen NRW lediglich auf eigener Datenbasis und mit begrenzten personellen Kapazitäten arbeite, solle die Stadt selbst die Planung übernehmen oder ein externes Büro beauftragen.