Westfalen-Blatt "Eltern kritisieren Kita-Anbau"

09.11.2017

Bildungsdezernent Martensmeier: Außengelände der Grundschule Große Heide bleibt groß genug

 

Gütersloh-Friedrichsdorf (rec). In Friedrichsdorf fürchten Eltern, dass der geplante Ausbau der Kindertagesstätte am Pelikanweg zu Lasten der benachbarten Grundschule Große Heide geht. Sie kritisieren, dass der Anbau einen Großteil des Außengeländes der Schule verschlingen wird; die Grundschüler, unter ihnen Inklusionsschüler, könnten dann nur noch den asphaltieren Schulhof mit einer Kletterspinne in den Pausen nutzen.

 

Der FDP-Ortsverband Gütersloh hat die Kritik aufgegriffen und im Bildungsausschuss unter anderem gefragt, wie viel Platz den Grundschülern nach Fertigstellung des Kita-Anbaus noch bleiben wird. Der Auskunft von Bildungsdezernent Joachim Martensmeier zufolge wird derzeit geprüft, in welcher möglichst flächensparenden Bauvariante einer der drei im Juni preisgekrönten Anbauentwürfe umgesetzt werden kann. Dabei sei eine enge Verzahnung zwischen Kita und Grundschule ausdrücklich gewünscht, um den späteren Übergang der Kinder von der einen in die andere Bildungseinrichtung auch optisch zu erleichtern. Schon jetzt stünden den Grundschüler weitaus mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen fünf Quadratmeter Außenfläche je Kind zur Verfügung; das würde auch nach Fertigstellung des Anbaus so bleiben.

 

Die Stadt geht, so Martensmeier, von einer sehr langen Nutzungsdauer der Kita aus. Sie bleibe auch dann an dem Standort erhalten, wenn die Anmeldezahlen gegen jede Erwartung eines Tages wieder sinken sollten. Die Grundschule Große Heide sei nicht mehr aufzustocken, das gebe schon der Baukörper nicht mehr her. Allerdings würden derzeit in enger Absprache mit der Schule die Erweiterungsmöglichkeiten im offenen Ganztag geprüft – schon allein wegen der sich abzeichnenden, intensiveren Nutzung dieses Angebots.

 

Ein gewisser Geräuschpegel sei an Grundschule und Kita sicher nicht auszuschließen. Martensmeier: »Kinder machen Geräusche. Das liegt in der Natur der Sache.« Aus diesem Grund sei aber keine scharfe Trennung der Baukörper voneinander geplant: »Die Gebäude sollen zueinander ausgerichtet werden.« Mit dem Anbau soll 2019 begonnen werden.