Westfalen-Blatt "Liberale sind gerüstet"

24.09.2016

FDP bestimmt ihre Kandidaten für Bundes- und Landtagswahlkämpfe

Von Renate Ibeler

 

Kreis Gütersloh (WB). Versammlungsleiter Patrik Büker aus Rheda-Wiedenbrück hatte am Donnerstagabend auf der Kreiswahlversammlung der FDP keine allzu schwere Aufgabe. Die vom FDP-Vorstand vorgeschlagenen vier Kandidaten für den Bundes- und Landtagswahlkampf 2017 wurden von den Liberalen mit eindeutiger Mehrheit gewählt.

 

Philip Winkler aus Rheda-Wiedenbrück erhielt als Kandidat für den Bundestag von 30 Wahlberechtigten in geheimer Wahl 25 Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen. Ein Mitglied enthielt sich seiner Stimme. Bei der Landtagswahl wird Dr. Björn Kerbein die FDP im Wahlkreis 94 vertreten. Er wurde einstimmig gewählt. Im Landtags-Wahlkreis 95 wird Rainer Gellermann ins Rennen geschickt. Von 27 Wahlberechtigten stimmten 25 mit Ja, einer mit Nein und einer enthielt sich seiner Stimme. Dr. Ulrich Klotz wird die Liberalen im Landtags-Wahlkreis 96 vertreten. Er erhielt von den 27 Wahlberechtigten 26 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme.

 

FDP-Kreisvorsitzender Hermann Ludewig konnte rund 50 Mitglieder im Saal des Landhauses Heitmann in Herzebrock-Clarholz begrüßen. »Aus vier Veranstaltungen machen wir heute eine«, erklärte er zu Beginn. Die Wahlberechtigten waren aus dem Altkreis Halle, Bielefeld-Jöllenbeck und Dornberg (Wahlkreis 94) angereist, um ihren Kandidaten zu wählen. Der Wahlkreis 95 umfasst die Städte Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz. Aus dem Landtags-Wahlkreis 96 kamen die Liberalen aus Schloß Holte-Stukenbrock, Rietberg, Langenberg und Verl. Der Bundestagskandidat wurde von den Wahlberechtigten aus dem Kreis Gütersloh gewählt.

 

Vor der jeweiligen Wahl stellten sich die Kandidaten mit einer persönlichen Rede vor und stellten sich anschließend den Fragen der Liberalen. Dr. Ulrich Klotz aus Verl (Landtagswahlkreis 96) zitierte in seinen Ausführungen den französischen Feuilletonisten und Romanautor Marcel Proust: »Das einzige, was noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu führen: es anderen nicht aufzuzwingen.« Dr. Björn Ker­bein brachte seine politischen Ziele im Hinblick auf die derzeitigen Protestwähler auf den Punkt: »Es gibt viel zu tun.«