Neue Westfälische "Heidewaldstadion bleibt Baustelle"

15.03.2016

Anfrage: 2016 und 2017 werden jeweils 200.000 Euro investiert. Von den 570.000 Euro wurden bislang erst rund 70.000 Euro verbraucht. Demnächst muss die Politik eine weitreichende Entscheidung treffen

 

Gütersloh (raho). Für Anpassungsarbeiten im Heidewaldstadion will die Stadt in diesem Jahr 220.000 Euro ausgeben. Kommendes Jahr sind weitere 250.000 Euro vorgesehen. Das geht aus einer Antwort von Bürgermeister Henning Schulz auf eine Anfrage aus FDP-Kreisen hervor. Voriges Jahr wurden demnach 70.000 Euro für Zahlungen und Aufträge aufgewendet. Die Gesamtsumme entspricht in etwa dem Ende 2013 von der Politik bewilligten Ansatz.

 

2016 soll laut Schulz die Blocktrennung der Gegentribüne entsprechend dem Brandschutzkonzept versetzt werden, zudem sind ergänzende Schritte zur Aufweitung der Fluchtwege vorgesehen. Dazu zählen das Versetzen der Kassenhäuser am Gästeblock sowie die Ergänzung der Treppen und Geländer. Daneben wird die Zufahrt für den Rettungsdienst auf das Spielfeld hergestellt, und es sind Entlastungstore zum Innenbereich geplant.

 

Im Jahr darauf soll die Tribüne gemäß den Anforderungen der sogenannten Sonderbauverordnung mit Einzelsitzen ausgestattet werden. Ferner werden neue Abgänge geschaffen und die Rückwand hinsichtlich des Brandschutzes ertüchtigt.

 

2019 könnte die Erneuerung der Stehtribünen anlaufen. Allein dies würde die Stadt mindestens weitere 1,5 Millionen Euro kosten. Das hat eine Berechnung im Jahr 2014 ergeben. Freilich gibt es eine zweite, teurere Variante. Die wäre mit Investitionen in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro verbunden. Die Politiker hatten sich vor anderthalb Jahren darauf verständigt, vor einem derart weitreichenden Beschluss die sportliche Entwicklung des FC Gütersloh abzuwarten und erst 2016 das Thema erneut zu beraten.

 

Damit der Verein überhaupt weiter im Heidewaldstadion spielen kann, wurden Ende 2013 570.000 Euro bereitgestellt. Dieser Betrag ist notwendig geworden, um die Anforderungen der Bauordnung zu erfüllen. Es seien ausdrücklich keine Maßnahmen enthalten, die auf eine Verbesserung des Stadion-komforts und das Nebenraumprogramm gerichtet wären, lautete damals die Aussage von Sport-dezernent Andreas Kimpel. Die Zuschauerkapazität ist derzeit auf 8.416 begrenzt (Tribüne: 1.146 Plätze; Stehränge: 7.270 Plätze).