Die Glocke "Sanierung des Stadions geht weiter"

15.03.2016

Gütersloh (din). Die Sanierung des Heidewaldstadions wird in diesem Jahr wie geplant fort-gesetzt. Das kündigte Bürgermeister Henning Schulz (CDU) in der jüngsten Sitzung des Stadt-rats an. Damit beantwortete er eine Anfrage von zwei Einwohnern.

 

So soll die Blocktrennung auf der Gegentribüne nach dem Brandschutzkonzept versetzt und Flucht-wege sollen aufgeweitet werden. Dazu muss das Kassenhaus für den Gästeblock versetzt werden, außerdem sind Treppen und Geländer zu ergänzen. Für den Rettungsdienst soll eine Zufahrt auf das Spielfeld hergestellt werden. Dazu muss die Stehtribüne zurückgebaut werden. Im Innenbereich gilt es, Entlastungstore zu ergänzen. In dem Zusammenhang sollen auch Wellenbrecher versetzt und neue Abgänge geschaffen werden. Im Haushalt sind dafür 220 000 Euro veranschlagt.

 

Im vergangenen Jahr waren bereits die Gebäude brandschutztechnisch nachgerüstet worden. Außer-dem wurden die Fluchtwege aus den Stehtribünenbereichen des Gästeblocks aufgeweitet und eine Toranlage zum Platz für Großschadensereignisse eingebaut, um die Zugänglichkeit im Bedarfsfall sicherzustellen. Kosten insgesamt: 70 000 Euro.

 

Für 2017 sind weitere 250 000 Euro eingeplant. Mit dem Geld soll die Sitztribüne an die Sonderbau-verordnung angepasst werden. Erforderlich sind Einzelsitze anstelle der Bänke und zusätzliche Ab-gänge. In dem Zug soll die Betonrückwand saniert und ebenfalls brandschutztechnisch ertüchtigt werden.

 

Für die Zeit ab 2019 fasst die Verwaltung eine Erneuerung der Stehtribünen und Wellenbrecher ins Auge. Dafür gibt es aber noch keinen Beschluss, weil dies noch deutlich teurer wäre.

 

Anfang 2014 hatte der Sportausschuss nach kontroverser Diskussion einhellig beschlossen, das Heidewaldstadion in den folgenden drei Jahren für knapp 570 000 Euro so zu sanieren, dass es bis zur vierten Fußball-Liga bespielt werden kann. Damals stand die Frage im Raum, ob das Stadion womög-lich ganz zurückgebaut würde. Die Verwaltung hatte damals betont, ohne die Sanierungsmaßnahmen müsse man den Schlüssel umdrehen.

 

Die Politik stimmte unter der Maßgabe zu, dass das Stadion nicht nur vom FC Gütersloh, sondern auch von Dritten zu nutzen sei. Aus Sicherheitsgrünen dürfen derzeit nur 8416 Besucher ins Stadion gelassen werden. 1146 Plätze gibt es auf der Sitzplatztribüne, 7270 auf den Stehrängen.

 

Die Anfrage stammte von Volker Ebeling, der damals als sachkundiger Bürger die FDP vertrat und trotz Bedenken seiner Partei zustimmte, sowie vom FDP Ortsvorsitzenden Dirk Stockkamp.