Neue Westfälische "Stadtbus soll auf den Prüfstand"

05.07.2016

Antrag: Die FDP setzt sich für eine großangelegte Umfrage ein und erinnert an ein Versprechen

 

Gütersloh (raho). Die FDP fordert eine Überprüfung des neuen Stadtbuskonzepte. Dazu sollen nach den Sommerferien die Fahrgäste befragt werden. Es gehe darum, eine breite Rückmeldung zum Streckennetz, zur Taktung, zu den Fahrzeiten sowie zur Erreichbarkeit und Ausstattung der Haltestellen zu ermitteln, erläuterte Ortsvorsitzender Dirk Stockamp in einem Antrag für den Planungsausschuss. Zugleich soll die Verwaltung beauftragt werden, gemeinsam mit der Politik Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

 

Der neue Stadtbus mit dem einheitlichen 30-Minuten-Takt, elf statt neun Linien und verkürzter Regel-Betriebszeit ist am 5. Oktober vorigen Jahres nach zähem Ringen an den Start gegangen. Laut Stockamp sind seither zahlreiche Anregungen und Beschwerden bei den Parteien vorgebracht worden. Er bemängelte, dass eine Revision des Konzepts aber noch nicht erfolgt sei. Dabei sei noch vor der Einführung versprochen worden, das Betriebszeitfenster probehalber für ein halbes Jahr zu testen, "insbesondere im Hinblick auf die Annahme der Fahrtangebote ab 20 Uhr". Denn danach fahren keine regulären Busse mehr. Vielmehr müssen die Passagiere je nach Uhrzeit entweder ein Anruf-Linien-Taxi (ALT) oder von 22.30 bis 0.30 Uhr ein Anruf-Sammeltaxi (AST) telefonisch bestellen. Für die Nutzung des AST ist ein Preisaufschlag von 3 Euro fällig. 

 

Laut Vorgabe der Politik dürfen die Neuerungen keinen höheren Fehlbetrag zur Folge haben. Derzeit liegt das Defizit bei drei Millionen Euro jährlich; somit entfällt auf jeden Fahrgast ein Zuschussbedarf von einem Euro.