GT-INFO: "Lebenszeichen"

25.08.2014

Mit einer Überraschung hat FDP-Ratsmitglied Florian Schulte-Fischedick die Sommerpause des Gütersloher Rates für beendet erklärt und einen geschickten Antrag an Bürgermeisterin Maria Unger (SPD) auf den Weg gebracht. Auf der Su- che nach Nischenpositionen ist die bei der vergan- genen Wahl auf einen Vertreter geschrumpfte Partei fündig geworden. Sie schlägt vor, dem ver- storbenen Ehrenbürger Dr. Gerd Wixforth eine Straße oder einen Platz zu widmen. Diesem legi- timen Ansinnen der Liberalen werden sich die an- deren kaum verschließen können. Die Verwal- tung ist nun gefordert, adäquate Vorschläge zu unterbreiten. Eine „angemessene“ Straße scheint auf Anhieb nicht zur Verfügung zu stehen – ebenso wenig ein geeigneter Platz. Hier sind alle Plätze bereits mit honorigen Namen bestückt. Nur der Dreiecks- und Büskerplatz ist noch nicht vergeben. Ebenfalls ist der weitestgehend in Ver- gessenheit geratene Agenda-Park am Stadtring Nordhorn noch „namenlos“. Aber ob eins dieser Areale dem „Gütersloher aus Leidenschaft“ ge- recht wird, darf bezweifelt werden. Der FDP ist es gelungen, sich mit diesem Antrag in Erinnerung zu bringen. Es ist der Partei zu wünschen, dass sie sich auch in den kommenden sechs Jahren bis zur nächsten Kommunalwahl mit ähnlichen Anfra- gen und Anträgen ins Gespräch bringt, um nicht vollends in der Versenkung zu verschwinden. Aber 60 Monate sind eine verdammt lange Zeit, in der man nicht wirklich etwas bewegen und Ak- zente setzen kann. Umso wichtiger wird es sein, das die Gütersloher FDP hier und da „Nadelsti- che“ setzt und Fehlentwicklungen anprangert. So könnten sie zum Beispiel gegen den Neubau der Feuerwehr auf dem Marktplatz stimmen, um das Areal am Güterbahnhof zu urbanisieren. Aber für diese „alternativlose“ Überlegung ist es jetzt wahrscheinlich zu spät. Auch Henning Schulz braucht „sein Denkmal“.

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