Neue Westfälische "Liberale stellen Kandidaten auf"

03.02.2014

KOMMUNALWAHL 2014: FDP will Arbeitsplätze schaffen und Schulden abbauen

 

Gütersloh. Die FDP Gütersloh hat auf einem außerordentlichen Parteitag ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2014 aufgestellt. Auf Platz 1 der Reserveliste wird Florian Schulte-Fischedick, derzeit stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Gütersloher Stadtrat, antreten. 

 

Der 32-jährige Rechtsanwalt, der bei nur einer Enthaltung einstimmig gewählt wurde, gab sich in seiner Bewerbungsrede kämpferisch: "Gütersloh steht verglichen mit vielen anderen Kommunen in NRW recht gut da. Wir sind aber der Meinung: Gütersloh kann es besser." Wo die Liberalen Handlungsbedarf sehen, wurde mit der Verabschiedung des Wahlprogramms deutlich. 

 

Der Ortsvorstand um Dirk Stockamp und den 31-jährigen Richter Daniel Reiner, der auf Listenplatz 2 gewählt wurde, hat in den vergangenen Monaten unter Beteiligung aller Mitglieder des Ortsvereins ein Programm erarbeitet. Hierbei wurden auch Nichtmitglieder dazu aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten. Eines der Kernziele des FDP-Programmes ist aber nach wie vor, mehr Arbeitsplätze in Gütersloh zu schaffen. Dies soll unter anderem dadurch gelingen, indem neue Gewerbegebiete ausgewiesen werden, um neue Unternehmen anzusiedeln und bereits in Gütersloh ansässigen Betrieben Platz zur Erweiterung zu bieten. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Bildung: Die auf Listenplatz 3 gewählte 56-jährige Rechtsanwältin Heike Schlüter forderte nicht nur einen Ausbau der Kinderbetreuung, sondern machte sich auch für den Ausbau des Fachhochschul-Standortes Gütersloh stark. "Bei der Konversion der Militärflächen muss die Kaserne an der Verler Straße stärker in die Überlegungen einbezogen werden", so Schlüter. "Dieses Gelände bietet sich für eine Erweiterung der Fachhochschule geradezu an." Daneben solle Gütersloh auch versuchen, Einrichtungen des Spitzenclusters OWL oder etwa ein Fraunhofer-Institut dort anzusiedeln. Auf Platz 4 der Reserveliste wird der 33 Jahre alte Rechtsreferendar Claudius Weisensee antreten. Weisensee, der den Schwerpunkt seiner juristischen Ausbildung im Umwelt- und Planungsrecht gesetzt hat, sprach sich für einen Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität in Gütersloh aus und erinnerte daran, dass die FDP die erste Partei gewesen sei, die Umweltschutz bereits 1971 in ihr Parteiprogramm aufgenommen habe. 

 

Zusammenfassend fordert die FDP, den Standort Gütersloh zu stärken und fit für die Zukunft zu machen. Dazu gehöre auch, dass der über 100 Millionen Euro große Schuldenberg abgebaut wird. "Wir tragen die Verantwortung für alle und wollen, dass mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll umgegangen wird", sagt Florian Schulte-Fischedick. Andere Kommunen hätten vorgemacht, wie der Schuldenabbau funktioniere. "Wir dürfen uns nicht länger an den Städten orientieren, denen es schlechter geht, sondern müssen uns diejenigen zum Vorbild nehmen, die besser als Gütersloh dastehen."

 

Auf weiteren Listenplätzen treten Volker Ebeling, Eckhard Fuhrmann, Dirk Stockamp, Alexander Pfaffenrot, Dörte Schnülle, Maik Brinkmann und Stephan Strothenke an.