Neue Westfälische "Gütersloher FDP kritisiert Parteifreunde"

28.06.2014

Ortsvorsitzender fordert Kreistagsmitglieder, die mit der AfD kooperieren, zum Austritt auf

 

Gütersloh (NW). Der  FDP-Ortsverband Gütersloh lehnt die von den beiden  FDP-Kreistagsmitgliedern eingegangene Fraktionsgemeinschaft mit der AfD entschieden ab. "Wir dürfen unsere liberale Seele nicht verkaufen. Auch nicht nach einer solch schmerzhaften Niederlage, die mit dem Verlust des Fraktionsstatus einherging", mahnt der Ortsvorsitzende der Gütersloher  FDP, Dirk Stockamp. Die AfD sei eine rechtspopulistische und unterschwellig ausländerfeindliche und homophobe Partei, deren Programm nicht in Übereinstimmung mit den Vorstellungen der  FDP von einer toleranten und offenen Gesellschaft gebracht werden könne und das Etikett "liberal" in keiner Weise verdiene.

 

Zu den Grundwerten der Freien Demokraten gehöre der europäische Gedanke, wie er Theodor Heuss und Hans-Dietrich Genscher gelebt wurde und wird. Ausländer, Menschen mit jedweder sexuellen Orientierung und Religion fänden in der  FDP ihre Heimat. Die AfD sei strukturkonservativ und stehe für einen Nationalismus, der für unser freiheitliches Land schädlich sei. Die wenigen Liberalen innerhalb der Alternative für Deutschland haben diese Partei mittlerweile verlassen.

 

Obwohl die freie Entscheidung der Mandatsträger unbestritten sei, sei es für die Gütersloher Liberalen völlig unverständlich, weshalb die beiden Kreistagsmitglieder eine Entscheidung von solcher Tragweite für die gesamte Partei getroffen hätten, ohne diese mit der Partei abzustimmen, so Stockamp. Auf der am Montag stattfindenden Kreisvorstandssitzung werden die beiden Gütersloher Liberalen sich für eine Missbilligung der Fraktionsgemeinschaft einsetzen und die beiden  FDP-Kreistagsmitglieder auffordern, die Zusammenarbeit zu beenden oder aus der Partei auszutreten.