Die Glocke ''Gewerbe, Museum, Kunst und Verkehr''

11.04.2014

Gütersloh (din). In welchem Umfang Flächen am Flugplatz an der Marienfelder Straße für eine Gewerbeansiedlung genutzt werden können, ist angesichts geschützter Biotope und seltener Arten eine offene Frage. 

 

FDP Fraktionschef Dr. Wolfgang Büscher gibt sich in einer Pressemitteilung vom Donnerstag zuversichtlich, „dass die angedachte Gewerbegebietsentwicklung auf der ehemaligen Flughafenfläche in der notwendigen Größenordnung umgesetzt werden kann“.

 

Gleichzeitig gebe es aber auch weitere Nutzungmöglichkeiten: So könnten bestehende Gebäude wie das Manfred-von-Richthofen-Haus und das Kasino mit dem erhaltenen Göring-Zimmer als Museen über die NS-Zeit des Flughafens und seine Bedeutung in der Nachkriegszeit, dem sogenannten Kalten Krieg, dienen. Inmitten einer neuen Gewerbebebauung ließen sich die dann denkmalgeschützten Gebäude als besondere Attraktion „gut integrieren“.

 

Der Liberale kann sich gleichfalls vorstellen, einzelne Bunker zu erhalten und für eine „Nutzung als Kunstprojekte“ zu entwickeln. Nach Ansicht der FDP sollte auch die seit vielen Jahren erfolgreich betriebene Zusammenarbeit der Briten mit der Verkehrswacht auf dem Flugplatzgelände ausgebaut werden. Büscher: „Ein Verkehrssicherheitszentrum fehlt im Kreis und muss gerade vor dem Hintergrund viel zu vieler tödlicher Autounfälle dauerhaft installiert werden.“

 

Außerdem könnten bestehende Freizeiteinrichtungen wie der Golfplatz von Gütersloher Vereinen erhalten und ausgebaut werden. Büscher, der sich schon 1990 im Rahmen einer Dissertation mit der Konversionsfläche beschäftigt hatte: „Es gibt viel zu tun. Packen wir es gemeinsam an.“

 

Am heutigen Freitag will sich auch die Kreistagsfraktion der FDP zur Zukunft des Flughafengeländes vor der Presse äußern und ähnliche Ziele formulieren. Sie kann sich darüber hinaus „einen preiswerten Herbergsbetrieb für Schulklassen“ vorstellen.