Die Glocke "Liberale fordern Bürgerentscheid"

25.01.2014

Gütersloh (gl). Am Dienstag beschäftigt sich der Sportausschuss mit der Zukunft des Heidewaldstadions. Die FDP-Fraktion will die Entscheidung über die Sanierung in die Hand der Bürger legen. Volker Ebeling, Sprecher im Sportausschuss, werde einen Bürgerentscheid vorschlagen, heißt es in einer Mitteilung. Der Rat der Stadt müsse danach mit Zweidrittel-Mehrheit zustimmen.

 

Die Befürworter der Sanierung hatten vorige Woche im Rathaus 1680 Unterschriften übergeben. „Die Fans haben das Engagement gezeigt, das wir uns vom Verein gewünscht hätten aber in keinster Form erkennen“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, Florian Schulte-Fischedick (Bild). Wenn der Rat dem Bürgerentscheid zustimme, könne er zusammen mit der Europa- und Kommunalwahl und den Wahlen zum Integrationsbeirat am 25. Mai durchgeführt werden. Das reduziere nicht nur die Kosten, sondern garantiere auch eine höhere Beteiligung.

 

„Wir wollen die Entscheidung in die Hand der Bürger legen, weil es hier um eine Richtungsentscheidung geht“, so Schulte-Fischedick. Schließlich gehe es um eine Investition mit öffentlichen Mitteln in private Infrastruktur, da das Gelände dem Schützenverein gehöre. Erschwerend komme hinzu, dass der Pachtvertrag in vier Jahren auslaufe.

 

„Einer vorbehaltlosen Sanierung in der jetzigen Größenordnung können wir nicht zustimmen“, so Schulte-Fischedick. Die FDP vertrete die Ansicht, dass sich der FC Gütersloh, der bislang das Stadion fast ausschließlich allein nutze, mehr engagieren müsse. Das Engagement könne in einem finanziellen, aber auch personellen Beitrag liegen.

 

Der Ortsvorsitzende Dirk Stockamp verweist auf das Engagement der Schwimmvereine, die sich beim Neubau des Hallenbads einbrächten. „Es gibt einen Verein, der hierzu seine Mitgliederbeiträge erhöht, um den zugesagten finanziellen Beitrag erbringen zu können. Ist es dem FC Gütersloh wirklich unmöglich, einen finanziellen Anteil an den Kosten zu übernehmen oder wenigstens Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen?“

 

Darüber hinaus muss das Heidewaldstadion nach Meinung der FDP im Fall einer Sanierung für Dritte geöffnet werden. „Es passt nicht zusammen, dass wir für nur maximal 30 Fußballspiele im Jahr so viel Geld ausgeben“, so Stockamp weiter. „Wenn schon, dann muss auch die Rasenfläche so ertüchtigt werden, dass dort außer dem Fußball auch Freiluftveranstaltungen, wie Konzerte und andere Sportwettkämpfe aller Gütersloher Vereine stattfinden können.“