Westfalen-Blatt "Grünkohlessen bei der FDP"

18.11.2014

Noch knapp 25 Monate bis zum Superwahljahr


Gütersloh(rec). Die Durststrecke ist noch gut zwei Jahre lang. Solange muss die Gütersloher FDP noch irgendwie zusammenhalten, auch ohne eigene Rats- und Kreistagsfraktion. Dann folgt das Superwahljahr mit Urnengängen im Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und dem Bund. Am Ende jenen Jahres wird die FDP definitiv wissen, ob sie noch gebraucht wird.

Jürgen Ostkämper stellt sich diese Frage nicht. Er ist jetzt seit 40 Jahren in der FDP und sieht im Grunde keines jener Probleme behoben, für die seine Partei immer schon höchste Lösungskompetenz reklamierte: Bürokratie-Abbau, finanzielle Entlastung der Bürger, Hilfe und Unterstützung jener Menschen, die Eigeninitiative entwickeln. Beim traditionellen Grünkohlessen der Gütersloher FDP im Bonne Vie (Hotel Lindenkrug) überreichte ihm Ortsvereinsvorsitzender Dirk Stockamp die Ehrenmünze mit einem Relief von Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, einem FDP-Mann.

Gut 50 Teilnehmer ließen sich zu den Grünkohl-Vitaminen die seelischen Aufbaustoffe von der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann servieren: »Liberalismus ist kein Programm, für das wir eines Tages auf einer Bühne bejubelt werden. Es ist eine innere Geisteshaltung, von der wir zutiefst überzeugt sind, auch wenn wir gerade nicht gewählt werden.«