Neue Westfälische "FDP lehnt zusätzliche Konversions-Stelle ab"

22.04.2013

Büscher plädiert für Entwicklungsgesellschaft

 

Gütersloh (NW/hko). Die Gütersloher FDP-Ratsfraktion kritisiert den Plan der Stadt Gütersloh, für die Arbeit am Konversionsprozess eine auf fünf Jahre befristete Stelle einzurichten. Vor dem heutigen Hauptausschuss, in dem ab 17 Uhr im Rathaus über die Stelle diskutiert wird, spricht sich Fraktionschef Wolfgang Büscher „energisch dagegen aus“.

 

Aus Sicht der Gütersloher FDP müsse „möglichst bald eine Entwicklungsgesellschaft für die Konversationsflächen eingerichtet werden, in der die Stadt Gütersloh Gesellschafter wird“, erklärt Büscher. Daneben sollten der Kreis Gütersloh, interessierte Nachbarkommunen, die Industrie- und Handelskammer, aber auch Umweltverbände dazu eingeladen werden, sich an dieser Jahrhundertaufgabe zu beteiligen.

 

In der Vorlage zum Hauptausschuss werde laut Büscher die Planungshoheit der Stadt besonders hervorgehoben, nicht aber, dass durch den neuen Landesentwicklungsplan der nordrhein-westfälischen Landesregierung Areale dieser Größe nur noch interkommunal und im Konsens mit den Nachbarkommunen entwickelt werden könnten. Büscher: „Nur gemeinsam kann man die Zukunft gestalten.“ Das jüngste Auftreten der Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger und ihres Konversionsbeauftragten Michael Zirbel vor dem Herzebrock-Clarholzer Rat habe vor diesem Hintergrund eher zu Irritationen denn zu einer Annäherung geführt.

 

Die FDP plädiere dafür, sich mit Hilfe der in verschiedenen Konversionsprojekten erprobten Mitarbeiter der Landesgesellschaft NRW.Urban möglichst bald in den Prozess der Gründung einer Entwicklungsgesellschaft zu begeben. Die neuen Hauptakteure sollten nach Meinung der FDP in Konversionsprojekten erfahrene Experten sein und keine Akteure aus dem Gütersloher „Bordpersonal“.

 

Die Kosten für die Konversionsstelle betragen jährlich 80.000 Euro. Die Stadtverwaltung würde die Stelle im Geschäftsbereich Bau und Verkehr ansiedeln.