Die Glocke "FDP lehnt Konversions-Stelle ab"

23.04.2013

Gütersloh (gl). Die Gütersloher FDP-Ratsfraktion hat sich dagegen ausgesprochen, innerhalb der Stadtverwaltung eine auf fünf Jahre befristete Stelle für die Arbeit im Konversationsprozess zu schaffen. Für die Gütersloher FDP müsse stattdessen möglichst bald eine Entwicklungsgesellschaft für die Konversationsflächen eingerichtet werden, in der die Stadt Gütersloh Gesellschafter wird, hieß es gestern im Hauptausschuss.

 

Daneben sollten der Kreis Gütersloh, Nachbarkommunen, die Industrie- und Handelskammer, aber auch Umweltverbände dazu eingeladen werden, sich an dieser „Jahrhundertaufgabe“ für die Region zu beteiligen.

 

In der Vorlage zum Hauptausschuss wird die Planungshoheit der Stadt besonders hervorgehoben. Die FDP kritisiert, dass nicht erwähnt wird, dass durch den neuen Landesentwicklungsplan der NRW-Landesregierung Areale dieser Größe nur noch interkommunal und im Konsens mit den Nachbarkommunen entwickelt werden können.

 

Das jüngste Auftreten der Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger und ihres Konversionsbeauftragten Dr. Michael Zirbel vor dem Herzebrock-Clarholzer Rat habe eher zu Irritationen denn zu einer Annäherung geführt, erklärt die FDP.

 

Die Fraktion plädiert dafür, sich mit Hilfe der in verschiedenen Konversionsprojekten erprobten Mitarbeiter des Landesbetriebs NRW.Urban möglichst bald in den Prozess der Gründung einer Entwicklungsgesellschaft zu begeben. Die neuen Hauptakteure sollten nach Meinung der FDP dabei in Konversionsprojekten erfahrene Experten sein.