Westfalen-Blatt "FDP lässt den Grünkohl nicht kalt werden"

21.11.2013

Parteitag nominiert Kreistags-Kandidaten

 

Gütersloh(rec). Oft zählten Bundespolitiker zu den Festrednern des traditionellen Grünkohlessens der Gütersloher FDP. Inzwischen ist die Partei froh, wenn ein Landtagsabgeordneter kommt.

Kai Abruszat aus dem Kreis Minden-Lübbecke schimpfte auf die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf, warnte vor den immensen Kosten einer großen Koalition in Berlin und wies die Schuld am FDP-Debakel bei der Bundestagswahl noch einmal dem längst zurückgetretenen Bundesvorstand zu. Fragen zum künftigen Profil der FDP – Mindestlohn?, Euro-Rettung?, Klimaschutz? – sprach er gar nicht erst an. Aber vielleicht ist das Gütersloher Brauhaus dafür auch nicht der richtige Raum, wenn in den Warmhalteschalen der Grünkohl dampft und später noch Deutschland gegen England spielt.

Die Antwort des Abends lieferte ohnehin Ehrenvorsitzender Dr. Paul Gehring, der gemeinsam mit Manfred Hambrink für 40-jährige Mitgliedschaft geehrte wurde: »Es gibt Erfolge und Enttäuschungen. So ist das eben. Damit muss man fertig werden.«

Bei einem nichtöffentlichen Parteitag hat der FDP-Kreisverband am Wochenende im Deutschen Haus in Verl seine Kandidaten für den Kreistag nominiert. Es sind Michael zur Heiden (Rheda-Wiedenbrück) und Hartwig Fischer (Gütersloh), die bereits im Kreistag vertreten sind. Hinzu kommen Thorsten Ruppel (Schloß Holte-Stukenbrock), Jan Droste (Versmold) und Simon Liekam (Borgholzhausen).