Westfalen-Blatt "FDP für Sekundarschule"

19.11.2012

Neuer Versuch im Norden

 

Gütersloh (WB/rec). Die Gütersloher FDP bittet die Stadt um einen zweiten Versuch. Nach dem »Aus« für die Modellschule soll im Gütersloher Norden zum Schuljahr 2014/2015 eine Sekundarschule entstehen.

 

Die FDP ist einer Pressemitteilung zufolge nicht vom Ergebnis des Anmeldeverfahrens zur neuen Modellschule überrascht. Vielmehr sehe sie sich durch die Ablehnung der Eltern in ihrer Kritik an der neuen Schulform bestätigt. Nach Auffassung der FDP sei es falsch gewesen, allein auf Grundlage des vom Schulministerium vorgelegten Eckpunktepapiers eine Entscheidung zu treffen. Viel zu vage seien darin Lehrinhalte geblieben, ebenso Notenvergabe, Vergleichbarkeit der Abschlüsse und die leistungsbezogene Differenzierung. Auch die zunächst versprochene Differenzierung in Erweiterungs- und Grundkurse sei nicht aufgegriffen worden. Ohne äußere Differenzierung, die dem Leistungsniveau der Schüler entspreche, könne jedoch kein gymnasiales Bildungsniveau vermittelt werden. Ein Wechsel an ein Gymnasium oder an eine Schule mit gymnasialer Oberstufe wäre den Schülern fast unmöglich gemacht worden. Der von der Landesregierung erzeugte zeitliche Anmelde-Druck dürfte nach Ansicht der FDP ebenfalls viele Eltern abgeschreckt haben. Trotz der demotivierenden Erfahrungen mit dem Düsseldorfer Schulministerium bittet die FDP die Stadt, für das Schuljahr 2014/15 im Gütersloher Norden eine Sekundarschule als Alternative zu planen. Die Sekundarschule sei durchlässiger. Schulwechsel seien durch eine stärker »genormte« Ausbildung eher möglich.