Die Glocke "FDP plädiert für Sekundarschule"

19.11.2012

Nach Aus für Modellschule

 

Gütersloh (gl). Die FDP sieht sich durch das Scheitern der Modellschule bestätigt. In einer Mitteilung fordert der Fraktionsvorsitzende Dr. Wolfgang Büscher die Verwaltung auf, „für das Schuljahr 2014/15 im Gütersloher Norden eine Sekundarschule als Alternative zu planen“.

 

Wie berichtet, hatte Schuldezernent Joachim Martensmeier das Projekt am Freitag für beendet erklärt, nachdem zu wenige Eltern ihre Kinder angemeldet hatten. Laut FDP waren es 35 Kinder für die erste und 52 Kinder für die fünfte Klasse. Damit blieben die Anmeldezahlen deutlich hinter den Vorgaben des Landes von jeweils 75 zurück.

 

Nach Auffassung der Gütersloher FDP war es falsch, allein auf Grundlage des vom Schulministerium NRW vorgelegten Eckpunktepapiers eine Entscheidung zu treffen. „Viel zu vage blieben darin Lehrinhalte, Notenvergabe, Vergleichbarkeit der Abschlüsse und die leistungsbezogene Differenzierung.“ Auch eine zunächst versprochene Differenzierung in Erweiterungs- und Grundkurse sei im Eckpunktepapier nicht aufgegriffen worden. Außer konzeptionellen Defiziten „dürfte auch die Gefährdung des Grundschulstandorts in Blankenhagen ausschlaggebend gewesen sein“, mutmaßt die FDP. Bis zuletzt habe man kritisiert, dass die von der rot-grünen Landesregierung geforderte Dreizügigkeit der Grundschule das Ziel der Verwaltung, den Erhalt der Schulstandorte, in weite Ferne rücken lasse.

 

Büscher: „Die FDP setzt sich daher für den Erhalt der im Gütersloher Grundschulfrieden vereinbarten Schulstandorte ein, damit für die Schüler der Gütersloher Grundschulen auch zukünftig das Motto ,Kurze Beine - kurze Wege’ gilt“. Die Sekundarschule habe gegenüber der Modellschule unter anderem den Vorteil, dass sie durchlässiger sei. Schulwechsel seien an einer Sekundarschule durch eine stärker genormte Ausbildung eher möglich.