Die Glocke "Gutachten stellt FDP nicht zufrieden"

25.04.2012

Gütersloh (din). Die FDP, auf deren Antrag das am Montag vorgestellte Stadthallen-Gutachten zurückgeht, ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Die Studie des Karlsruher Büros Symbios „enthält keinerlei Berechnungen, sondern nur eine sehr ausführliche Status-Quo-Analyse“. Die vorgestellten Fakten seien im Kern bereits seit geraumer Zeit bekannt, wesentlich Neues sei nicht mitgeteilt worden. „Jetzt hat man 30 000 Euro verbrannt“, sagte Fraktionschef Dr. Wolfgang Büscher (Bild) der „Glocke“ am Dienstag mit Blick auf die Kosten der Studie. Selbst die Zahlen von etwa 11 Millionen Euro für die Sanierung (inklusive Küche) und 21,5 Millionen Euro für einen Neubau hätten nicht die Gutachter ermittelt, sondern sie seien von der Verwaltung vorgegeben worden und damit nicht neu.

 

Die FDP hätte sich gewünscht zu erfahren, was man für die elf Millionen Euro bekomme und wie lange das Haus dann bis zur nächsten Renovierung halten würde. Die Fraktion bezweifelt zugleich die Höhe der Neubaukosten und fragt, was für ein Neubau sich für die Sanierungskosten von elf Millionen Euro realisieren ließe. Die Liberalen halten nach den Worten von Büscher an der Idee fest, die elf Millionen in einen Neubau nebenan auf der heutigen Parkplatzfläche zu stecken, danach nur Teile der alten Stadthalle weiter zu nutzen und das bisherige Stadthallengrundstück für einen Hotelneubau freizugeben. Büscher: „Ein solches Vorgehen hätte den Vorteil, dass die Kunden der Stadthalle bis zur Fertigstellung des Neubaus die alte Stadthalle weiter nutzen könnten.“

 

Der Fraktionschef moniert außerdem, dass keine Aussagen dazu gemacht würden, welchen Anforderungen eine Stadthalle genügen müsste, und unmittelbare Wettbewerber wie das A2-Forum und das Reethus in Rheda-Wiedenbrück nicht berücksichtigt worden seien. Bild: Dinkels