Neue Westfälische "Sexsteuer"

02.10.2012

Einmütig für Sexsteuer: Finanzausschuss plädiert für Prostitutionsabgabe

 

Gütersloh (tcg). Tabulos gedenkt der Finanzausschuss zu sparen. Selbst die Einführung einer von der BfGT geforderten Sexsteuer (die NW berichtete) fand vor dem Hintergrund eines 2013 drohenden Haushaltsloches in Höhe von rund zehn Millionen Euro ungeteilte Zuneigung. 100.000 Euro ließen sich jährlich durch die neue Steuer einnehmen, hatte Norbert Morkes (BfGT) ausgerechnet. Weil die Verwaltung glaubt, noch nicht einmal 40.000 Euro zusätzlich erzielen zu können, musste sie sich von der BfGT Prüderie vorwerfen lassen.

 

Sylvia Mörs verlas eine Stellungnahme von Morkes, in der dieser die Verwaltungangabe bezweifelte, dass es nur sieben Häuser sind, in denen in Gütersloh käufliche Liebe angeboten wird. Wenn in Gütersloh Hunde gezählt würden, um das Stadtsäckel zu füllen, dann könnte man wohl auch die Quadratmeter ermitteln, auf denen Prostituierte ihrem Gewerbe nachgingen, ließ Morkes verlauten.

 

Thomas Foerster (CDU) hat nichts gegen eine solche Steuer, betonte aber, dass die CDU über die Qualität des Angebotes keine Aussage treffen könne. Hans Peter-Rosenthal (Grüne) geht davon aus, dass sich eine politische Mehrheit für die Steuer erwärmen werde. Nur Florian Schulte-Fischedick (FDP) gab zu bedenken, dass die Abgabe an den Schwächten, den Prostituierten, hängen bleiben werde.