Neue Westfälische "Parkhäuser"

16.05.2012

Parkhäuser wieder im Visier. FDP startet neuen Anlauf für Verkauf der städtischen Einrichtungen

 

Gütersloh (raho). Die städtischen Parkhäuser sind eins der Lieblingsthemen der Gütersloher FDP. Niemand hat die Anläufe gezahlt, aber in den vergangenen rund 15 Jahren haben sich die Liberalen in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder für den Verkauf dieser Immobilien eingesetzt. Und immer vergeblich. Jetzt folgt ein weiterer Versuch.

 

Weil die FDP weiter vermutet, dass der Betrieb der Parkhäuser ein Verlustgeschäft ist, fordert Fraktionschef Wolfgang Büscher eine ausführliche Gewinn-und Verlustrechnung für die vergangenen fünf Jahre. Die Verwaltung habe früher wiederholt mitgeteilt, die Parkhäuser würden Gewinn erwirtschaften und sollten deshalb im Eigentum der Stadt bleiben. Den Umstand, dass die Verwaltung kürzlich unter Hinweis auf die komplizierte Rechnungslegung allerdings keine validen Daten vorgelegt hätte, bezeichnete Büscher als inakzeptabel. Dieses Vorgehen mache einen verantwortungsbewussten Umgang mit städtischem Vermögen unmöglich. Zudem seien die Berechnungen im Vorfeld der Debatte über ein neues Parkraumbewirtschaftungskonzeptes „unverzichtbare Voraussetzung“.

 

Gegenüber der NW sicherte Tiefbauamtschef Alfons Buske zu: „Wir werden liefern.“ Eigentlich sollte die Daten bereits diesen Monat vorliegen. Das sei aber leider nicht zu schaffen. Nun soll sich im Juni entweder der Grundstücks- oder der Planungsausschuss damit befassen.

 

Buske wollte den Ergebnissen nicht vorgreifen, sagte jedoch, im Gegensatz zu den oberirdischen Parkplätzen sei mit den Parkhäusern kein Vermögen zu machen. Das liege auch daran, dass die Nutzung dieser Einrichtungen tendenziell rückläufig sei. Wie berichtet, wird das neue Parkhaus am Wasserturm kaum in Anspruch genommen.