Westfalen-Blatt "Bebauung Klinikum"

20.01.2012

Städtisches Klinikum darf weiter bauen

UWG scheitert mit Baustopp-Antrag

 

Gütersloh (rec). UWG-Ratsherr Norbert Bohlmann ist gestern Abend mit dem Versuch gescheitert, die Neubauten am Städtischen Klinikum vorerst zu stoppen. Sein Antrag auf eine Veränderungssperre - die auf einen faktischen Baustopp hinausgelaufen wäre - lehnten CDU, SPD, FDP und Grüne im Planungsausschuss ab. Die Linken enthielten sich.

In seinem Antrag hatte Bohlmann kritisiert, dass noch während der Diskussion um den Bebauungsplan bereits große Hochbaumaßnahmen genehmigt würden. Bohlmann: »Dadurch werden Tatsachen geschaffen, die möglicherweise den städtebaulichen Zielen der Stadt Gütersloh widersprechen.« 

Eine Veränderungssperre verhindere, dass am Bürger und politischen Gremien vorbei bauliche Fakten geschaffen würden. In einer dem Antrag beigefügten Berechnung kritisierte Bohlmanns Parteikollege Dr. Wilhlem Ahlert, der als Anlieger direkt von den Baumaßnahmen betroffen ist, unter anderem die Kalkulation zum Verkehrsaufkommen. Wenn das Ärztehaus II erst einmal erweitert sei, würden 1238 Kraftfahrzeuge täglich die enge Brunnenstraße passieren. 

Hans-Dieter Hucke (CDU) warnte vor einem Baustopp bei einem solch sensiblen Bauvorhaben: »Einige Mediziner, die ins Ärztehaus ziehen wollen, haben bereits die Mietverträge ihrer derzeit genutzten Praxen gekündigt.« Dr. Wolfgang Büscher (FDP) pflichtete bei: »Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die Neubauten am Städtischen Klinikum so schnell wie möglich fertig werden.«