Neue Westfälische "Beleuchtung B 61"

01.09.2012

Entscheidung über mehr Licht an der B61 vertagt

Planungsausschuss wartet Gutachten und Einschätzung der Polizei ab

 

Gütersloh (hko). Das nach dem tödlichen Unfall auf dem Nordring (B61) in Auftrag gegebene Dekra-Gutachten und eine Einschätzung der Polizei sollen der Politik als Bewertungsgrundlage für eine mögliche längere Brenndauer der dortigen Straßenbeleuchtung gelten. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Gütersloher Planungsausschusses. Sie wollen die Ergebnisse der Unfallrekonstruktion abwarten, inwiefern die fehlende Beleuchtung für den Tod eines Mannes (45) ursächlich ist, der am späten Abend des 11. August überfahren wurde.

 

Thomas Krümpelmann hatte für die SPD beantragt, das Licht ab sofort nachts anzulassen – anstatt es um 23 Uhr auszuschalten. Abgelehnt wurde für den Grünstreifen an der Unfallstelle ein 200 Meter langer Zaun, der das Überqueren verhindern solle. Einstimmig befürwortet wurde, dass das von der Stadt angekündigte Beleuchtungskonzept bis Jahresende zu erstellen sei.

 

Das Problem sei „nicht die fehlende Beleuchtung, sondern dass die Straßenmitte überquerbar ist“, sagte Wolfgang Büscher (FDP). Anstatt einen Zaun aufzustellen, sei an die Vernunft der Leute zu appellieren, sagte Norbert Morkes (BfGT). Wenn schon ein Zaun, müsste dieser an allen Straßen mit einem Gefahrenpotenzial aufgestellt werden, sagte Silva Schröder (CDU). „Und nicht nur auf einer Länge von 200 Metern.“ Ähnlich sah es Birgit Niemann-Hollatz für die Grünen. „Man wird den Leichtsinn der Leute nicht in den Griff bekommen“, sagte Norbert Bohlmann (UWG).

 

Die B61 liegt in der Baulast des Landesstraßenbetriebs. Dieser beurteile die Straße als verkehrssicher und sähe „keine Veranlassung, einen Zaun zu errichten“, sagte Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Ein von der Stadt Gütersloh finanziertes Eigenengagement würde Straßen NRW aber tolerieren.