Neue Westfälische "Stadtmarketing"

23.03.2011

Für Standort, Stadt und Image: Finanzausschuss verlängert Zusammenarbeit mit dem Gütersloher Stadtmarketing

 

Gütersloh (hko). Die Gütersloh Marketing GmbH (GTM) kann bis 2015 planen. Damit wurde die von der Stadt vorgeschlagene Fortsetzung bis Mitte 2016 im Finanzausschuss auf Antrag von Marco Mantovanelli (Grüne) um ein Jahr gekürzt. Zudem muss 2013 ausführlich über erfolgte Maßnahmen berichtet werden. Diese Variante wurde bei Gegenstimmen von SPD und BfGT angenommen.

 

Per annum mit 349.500 Euro bezuschusst, kommen auf das Stadtmarketing große Aufgaben zu. Einerseits muss es mehr Marketing für den Standort als für die Stadt Gütersloh machen, andererseits sein eigenes Image aufpolieren. In der Wahrnehmung habe die GTM sicher ein Problem, so Beigeordneter Andreas Kimpel. Dies wurde bereits in einem Workshop (die NW berichtete) deutlich. „Wir müssen den Zeigefinger heben und auf uns aufmerksam machen“, sagte Hans-Dieter Krause (FDP).

 

Die CDU wolle die erfolgreiche Arbeit weiterführen, so Heiner Kollmeyer mit Blick auf den großen Andrang beim Gütersloher Frühling. Für jeden Euro Zuschuss werde in der Stadt ein weiterer eingenommen. Dabei sei das Modell aus sich selbst heraus weiterzuentwickeln, möglicherweise auch mit neuen Gesellschaftern. „Wir erwarten, dass eine neue schlagkräftige Gesellschafterstruktur aufgebaut wird“, erklärte Peter Kalley (UWG) und stimmte für mehrjährige Planungssicherheit.

 

Ann Katrin Brambrink (SPD) blickte kritisch auf die Marketing-Arbeit. Viele beim Workshop präsentierten Punkte seien nicht abgearbeitet worden, obwohl sie seit langem auf der Agenda ständen. Bei den zahlreichen Prüfaufträgen sollte man die Zukunft nicht auf fünf Jahre festzurren. Zugleich sollte die GTM nicht gleich sterben, weshalb sie eine einjährige Verlängerung vorschlug: Diese nahm Norbert Morkes für die BfGT in einen gemeinsamen Antrag auf. Wie Brambrink ist auch er eher gegen eine Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing. Nur für den Gütersloher Frühling werde es nicht gebraucht. Und der Verein Michaeliswoche überdenke ein Ende der Kooperation.

 

Morkes verwies zudem auf einen Ratsbeschluss zur GTM-Gründung: Nach diesem sollte sie sich nach drei Jahren selbst finanzieren. Kämmerin Christine Lang gab Fehler bei der GTM-Geburt im Jahr 2003 zu, jedoch trage sich kein Stadtmarketing allein. Eine Einnahmequelle müssten eingeworbene Drittmittel sein, so Mantovanelli. Diese gebe es bisher gar nicht, so Ingrid Tiedtke-Strandt (SPD).