GT-INFO zur Stadthalle

29.09.2011

Eine Stadthalle ist für die fast 100.000 Einwohner-Stadt Gütersloh unverzichtbar, ob als Kongresszentrum, für Firmenjubiläen oder Abschlussveranstaltungen von Schulen, für Ausstellungen, Aufführungen oder diverse Partys. Es kann nicht das Ziel sein, mit Großveranstaltungen nach Bielefeld oder Rheda-Wiedenbrück ausweichen zu müssen. Gerade Rheda hat nicht nur das A2 Forum, sondern schickt sich gerade mit Hilfe eines Großindustriellen an, an der Hauptstraße ein neues Veranstaltungszentrum neben dem Reethus zu bauen. 

Für die Bezirksregierung Detmold ist Gütersloh aufgrund der unendlichen Möglichkeiten durch den zu erwartenden Abzug der Briten der Entwicklungsmotor für Ostwestfalen. Spätestens ab 2020/22 stehen dann allein in Gütersloh an zwei Standorten rund 400 ha Fläche neu zur Verfügung, die auf unterschiedliche Art und Weise genutzt werden können. 

Es muss zügig entschieden werden – und zwar jetzt. Die Weichen für Güterslohs Zukunft werden jetzt gestellt. Wir müssen für Investoren interessanter werden, müssen unsere Standortfaktoren in vielerlei Hinsicht verbessern. Die Gütersloher FDP nennt dies MASTERPLAN 2020. Für die FDP steht dabei die Gewerbeansiedlung, die in Gütersloh lange Zeit vernachlässigt wurde, unverändert im Vordergrund. Die harten Standortfaktoren wie Gewerbeflächen, ein professionelles Wirtschafts- und Standortmarketing und attraktive Gewerbesteuersätze ermöglichen es, dass wir uns durch mehr Arbeitsplätze und Steuerzahler - und nicht durch höhere Einzelsteuern - ausreichende und bezahlbare Kita-Plätze, ein neues Hallenbad am Nordbad und eine neue Stadthalle - besser ein neues multifunktional nutzbares Kongresszentrum mit integriertem Hotel am Standort der jetzigen Stadthalle neben dem Theater - leisten können.

Durch die Schaffung von vielfältigen Arbeitsplätzen können wir unsere Einwohnerzahl gegen den Trend steigern. Durch den Abzug der Briten werden zudem viele der von ihnen genutzte, großteils in gutem Zustand befindliche Häuser und Wohnungen frei.

Die in die Jahre gekommene Stadthalle jetzt für etliche Millionen Euro zu auszubessern, für etwa 10 Jahre „aufzuhübschen“, um sie dann abzureißen, macht gar keinen Sinn, weil wir sie gerade dann besonders gebrauchen.

Der Standort Gütersloh würde auch dadurch weiter aufgewertet, dass die Marienfelder Straße fast gradlinig von der 330 ha großen Konversionsfläche am Flughafen auf das Kongresszentrum zuführt.

 

Das Kongresszentrum mit Hotel muss zudem nicht von der Stadt sebst gebaut werden. PPP, „Public Private Partnership“ macht Sinn. Zum einen erleben wir in der momentanen Wirtschaftskrise einbrechende Aktienkurse, was viele Investoren dazu bringt, verstärkt in Immobilien zu investieren. Zum anderen brauchen wir in Gütersloh in den kommenden, extrem wichtigen Jahren, mehr Vollprofis für eine Entwicklungsgesellschaft Flughafen und auch für unser Veranstaltungsmanagement. Das können auch private Investoren leisten, die schon längst auch von anderen Kommunen beauftragt werden.