Neue Westfälische "Machbarkeitsstudie zur Zukunft der Stadthalle"

26.11.2011

Gütersloh (ai) Die Geschäftsführung der „Kulturräume“ (Stadthalle und Theater) wird ein Fachbüro mit der Erstellung eines Gutachtens zur Zukunft der Stadthalle beauftragen. Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion wurde im Kulturausschuss (bei Enthaltung der BfGT) angenommen. Für die Expertise sind im Wirtschaftsplan 2012 30.000 Euro vorgesehen.

 

Bereits 2008 hatte Kulturdezernent Andreas Kimpel seine Fühler ausgestreckt und auf der Suche nach Fachbüros zwei in die engere Wahl gezogen. Wegen des Theaterneubaus verschwand der Plan in der Schublade. Beide Büros wird man nun erneut konsultiert, eins von ihnen ausgewählt. Das Gutachten soll im Sommer 2012 vorliegen. Danach ist ein Symposium zur Beratung und eine Bürgerbeteiligung vorgesehen.

 

Kimpel und der kaufmännische Leiter Ralph Fritzsche begrüßen die Unterstützung durch ein externes Büro. Die komplexe Aufgabe könne intern nicht bewältigt werden. Denn erwartet wird unter anderem eine Analyse des Marktumfeldes, in dem sich die Gütersloher Stadthalle künftig behaupten muss. „Man wird schauen müssen, ob man mit der Investitionen, die sicher auf eine mehrstellige Millionensumme hinausläuft, nicht nur eine Beibehaltung des Status Quo, sondern eine Verbesserung der Erlöse erzielt“, so Fritzsche. Manche Firmen würden mittlerweile für ihre Tagungen nur noch Hallen mit guten energetischen Werten buchen.

 

Das Gutachten soll die möglichen Szenarien vom Neubau über die – von der Geschäftsführung favorisierte umfassende Sanierung – vorstellen, auch einen Hotelneubau miteinbeziehen. Dessen ungeachtet werden schon 2012 Investitionen in Brandschutz und Elektrik für 435.000 Euro nötig.

 

Der Ausschuss stimmte auch dem Wirtschaftsplan zu. Demnach ist ein Zuschuss für beide Häuser von 3,15 Mio. Euro vorgesehen, der in etwa dem des Vorjahres entspricht. 300.000 Euro jährlich müssen die Kulturräume laut politischer Vorgabe bis 2014 jährlich noch einsparen, um 400.000 Euro ist der Zuschuss bereits gesunken.