Neue Westfälische "Fahrradring um die Innenstadt abgelehnt"

20.06.2011

Grüne enttäuscht: Lediglich Prüfauftrag zu Fahrradstraßen

 

Gütersloh (raho). Die Grünen waren sichtlich „enttäuscht über das, was übrig geblieben ist“ von ihrer Initiative für einen Fahrrad-Ring um die City. Die Verwaltung hatte sich in ihrer Vorlage für den Planungsausschuss dagegen gesprochen, weil dadurch keine spürbaren Verbesserungen zu erwarten wären. Und fast das gesamte Gremium war in der jüngsten Sitzung der gleichen Meinung.

 

Gleichwohl soll geprüft werden, ob einige der von den Grünen vorgeschlagenen Straßen als Fahrrad-Straßen ausgewiesen werden, wo Radler Vorrang vor den anderen Verkehrsteilnehmern haben und so fahren dürfen, wie sie es beispielsweise nach Schulschluss oder bei sonstigem gruppenweisen Erscheinen ohnehin häufig tun: nebeneinander.

 

Konkret ins Auge gefasst werden sollen für diese Regelung die Kökerstraße, die Ernst-Buschmann-Straße, die Strengerstraße (zwischen Eickhoff- und Berliner Straße) und eine Verlängerung über die Schulstraße bis einschließlich Moltkestraße.

 

Dagegen wehrte sich allein die UWG, dafür aber „ganz massiv“, wie ihr Sprecher Norbert Bohlmann sagte. Eine einseitige Bevorzugung der Radfahrer, die sich häufig auf Bürgersteigen gegen alle Regeln bewegten, mache die UWG nicht mit. Statt in der Innenstadt Fahrradstraßen auszuweisen, sollten eher echte Defizite wie In der Worth in Spexard behoben werden. „Dort fehlt uns ein Radweg.“

 

Ähnlich argumentierte Thomas Krümpelmann (SPD): Der Zustand vieler Radwege ließe zu wünschen übrig, das gelte mitunter auch für die Beschilderung. Er sah hier Verbesserungsbedarf.

 

Wolfgang Büscher (FDP) vertrat die Ansicht, dass im Straßenverkehr ein gleichberechtigtes Nebeneinander funktionieren müsse. Hinsichtlich der Fahrradstraßen äußerte er sich skeptisch. Die Regelung könnte dazu führen, dass sich Radler zu sicher fühlten und es vermehrt zu Unfällen komme.