Neue Westfälische "Pavillion auf Berliner Platz"

18.02.2011

Berliner Platz: Eröffnung noch im Sommer.Mehrheit für Café im Pavillon

 

Gütersloh (raho). Abgestimmt wurde nicht. Aber am Ende bekam die Verwaltung gestern abend im Planungsausschuss das von ihr erwartete Meinungsbild, auch wenn es alles andere als einheitlich war. Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Erstens: Auf dem Berliner Platz soll ein Café errichtet werden. Zweitens: Die einfachere Pavillon-Lösung von Architekt Axel Zumbansen erhält Vorzug gegenüber dem von Norbert Bohlmann entworfenen Glaskubus.

 

Vor allem die kleineren Fraktionen mit Ausnahme der FDP hatten weiter große Probleme mit dem Vorhaben. Die Grünen zogen jedoch ihren Antrag, auf eine Bebauung komplett zu verzichten zurück, als klar war, dass sie keine Mehrheit dafür bekommen sollten. „Dann entscheiden wir uns für das kleinere Übel, und zwar den Pavillon“, so Birgit Niemann-Hollatz.

 

Aussichtslos auch der kurz vor der Sitzung eingereichte Antrag der BfGT, vor einer Entscheidung einen städtebaulichen Wettbewerb auszurichten, der die gesamte Platzgestaltung berücksichtigt. Die UWG fand weder Gefallen an der Pavillon-Lösung noch an der ihres Fraktionsmitglieds Bohlmann. Und auch die Linke könne „mit keiner Bebauung gut leben“ – es sei denn, so Manfred Reese, das alte Rathaus werde wieder aufgebaut.

 

CDU, SPD und FDP erklärten hingegen, für eine Grundsatzdebatte sei es jetzt zu spät. Die hätte spätestens geführt werden müssen, als Initiator Peter Roggenkamp abgesprungen war und bevor andere Bewerber weiteres Geld in Planung investierten. Silva Schröder (CDU) sprach von „Vertrauenschutz“. Im übrigen sei in ihrer Fraktion die Entscheidung zwischen den beiden Entwürfen denkbar knapp ausgefallen. Am Ende lag das auch vom Gestaltungsbeirat favorisierte Zumbansen-Konzept vorn. Bei der SPD war die Tendenz in diese Richtung „eindeutig“, wie Thomas Krümpelmann sagte. Wolfgang Büscher (FDP) meinte, „wir können froh sein, dass es Investoren gibt, die Gütersloh voranbringen.“