Neue Westfälische "Berufsfeuerwehr"

03.02.2011

FDP sieht möglichen Engpass bei Freiwilligen. Liberale gegen Einrichtung einer Berufsfeuerwehr

 

Gütersloh (NW). Die Gütersloher FDP spricht sich gegen die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr aus. „Wir sehen ein zu großes Risiko in einer Abkehr vom bisherigen System einer freiwilligen Feuerwehr mit hauptamtlicher Wache“, erklärte Florian Schulte-Fischedick, Sprecher für die Bereiche Umwelt, Recht und Ordnung. Es sei Aufgabe der Politik, das Ehrenamt in diesem Bereich zu fördern. Zahlreiche Mitglieder der Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr fühlten sich zurückgesetzt. Wie berichtet, hat sich auch die CDU dafür ausgesprochen, das Thema erstmal zurückzustellen. Die SPD indes befürwortet die Umstellung auf Berufsfeuerwehr.

 

Es sei nicht auszuschließen, dass dadurch das Engagement der Freiwilligen schwinde, heißt es in einer Mitteilung. Dies hätte dann zwangsläufig die Einstellung weiterer hauptamtlicher Kräfte zur Folge, was erhebliche Kosten nach sich zöge, so Schulte-Fischedick. Nicht gelten lasse die FDP das Argument, dass auch Wirtschaftsbetriebe durch günstigere Versicherungsprämien entlastet würden: „Wenn weitere Stellen geschaffen werden müssen, fehlt das Geld hierfür an anderer Stelle.“

 

Darüber hinaus funktioniere das heutige System gut, die Ziele würden erreicht. Im Hinblick auf den Abzug der Briten und den damit einhergehenden Rückgang der Bevölkerung sei das bisherige System ohnehin mehr als ausreichend.

 

Zudem sieht die FDP durch die Aufforderung an Bielefelder Kollegen durch hauptamtliche Gütersloher Kräfte, für eine Berufswehr zu stimmen, ihre Kritik am Abstimmungsmodus zum Bürgerhaushalt bestätigt. Das Ergebnis sei manipuliert und damit nicht aussagekräftig.