Westfalen-Blatt "Avenwedde wird Einkaufsparadies"

16.07.2011

Am ehemaligen Bolzplatz in Avenwedde sollen schon bald ein Lebensmittel- und ein Discount-Markt entstehen. Darüber hinaus wird der wenige Meter entfernt liegende Edeka-Markt erweitert. Es gibt bald viel zu kaufen in Avenwedde. Grafik: GJL freie Architekten

 

Ein Edeka erweitert, ein anderer wird neu gebaut und bekommt einen Discounter hinzu

 

Von Stephan Rechlin

Gütersloh-Avenwedde (WB). Die Lebensmittelnot in Avenwedde hat ein Ende. Im Planungsausschuss hatte die Mehrheit nichts dagegen, das Angebot an Lebensmittelmärkten dort kräftig auszuweiten.

 

Der Erweiterung des Edeka-Standortes an der Carl-Miele-Straße wurde ebenso zugestimmt wie dem Neubau eines Edeka- und Aldi-Marktes auf dem Bolzplatz. Für den ehemaligen Bolzplatz an der Einmündung Osnabrücker Landstraße hat der Architekt Andreas Grube im Auftrag der Brüder Ralf und Peter Westerfelhaus Pläne für ein zweigeschossiges Gebäude vorgelegt. Es soll im Erdgeschoss einen Vollsortimenter mit 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche und im Obergeschoss einen Discounter mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche aufnehmen. Die Kunden sollen von der Osnabrücker Landstraße anfahren und hinter den beiden Märkten auf einer 190 Stellplätze umfassenden Parkpalette parken. Die Anlieferung soll von der Avenwedder Straße aus erfolgen.

Für den Edeka-Markt an der Carl-Miele-Straße haben die Eigentümer eine Erweiterung der erlaubten Verkaufsfläche von 1200 auf 3000 Quadratmeter beantragt, um das gesamte, zum Teil nicht vermietete Gebäude nutzen zu können. Sie wünschen dazu eine zusätzliche An- und Abfahrt von der Avenwedder Straße. Die Stadt hat damit keine Probleme, im Ausschuss warnten Raphael Tigges (CDU) und Florian Schulte-Fischediek (FDP) vor der Belastung: »Da geht ja wohl nur rechts rein, rechts raus, mehr nicht.«

Keinen Bedarf vermochte Clemens Offel (SPD) für soviele Lebensmittelmärkte in Avenwedde erkennen: »Es werden Leerstände produziert. Wir gehen mit den Ressourcen nicht sorgfältig um. Wir vergeuden Gewerbeflächen, die später gebraucht werden.« Ohne Euphorie stimmte Norbert Bohlmann (UWG) den Märkten zu. Eine Nutzung des Standorts Carl-Miele-Straße für Wohnzwecke ist nach Angaben der Stadt geprüft, vom Eigentümer aber als »wirtschaftlich nicht darstellbar« verworfen worden.