Westfalen-Blatt "FDP zweifelt an TWE-Strecke"

17.09.2010

Verkehrsverbund steht für Kalkulation gerade

 

Gütersloh (rec). Ob die Stadt Gütersloh den Personennahverkehr auf der Strecke der Teutoburger Wald Eisenbahn (TWE) unterstützt oder nicht, wird sich erst zwei Tage vor Ablauf der Meldefrist entscheiden. Am 8. Oktober wird der Rat in einer Sondersitzung darüber entscheiden.

Im Planungsausschuss boten Ludger Siemer vom Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) und Henrik Wilkening von der TWE schon einmal Entscheidungshilfe. So zweifelte Dr. Wolfgang Büscher (FDP) an den vorausgesagten 3500 Fahrgästen pro Tag: »Harsewinkel und Verl halten sämtliche Schulformen vor und Studenten steigen nicht am TWE-Bahnhof aus, um von dort die Innenstadt zu erreichen.« Siemer kündigte an, eine Fehlkalkulation der Fahrgastzahlen auf die Rechnung des VVOWL zu nehmen: »Wir haben uns nicht verkalkuliert. Die drei Städte bieten mit 50 000 erreichbaren Einwohnern und 30 000 Arbeitsplätzen phänomenale Voraussetzungen.«

Tassilo Hardung (BfGT) hat vor zehn Jahren eine Revitalisierung der Strecke mit der Ratsmehrheit abgelehnt: »Was hat sich seitdem geändert?« Siemer: »Heute bieten private Gesellschaften den Transport in modernen und schicken Zügen an. Das zieht enorm.« Silva Schröders (CDU) Forderung nach einer Anbindung an den Hauptbahnhof findet mit dem Postgleis vielleicht auch eine Lösung - sie wird noch geprüft. Die Frage von Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) nach der Neuausrichtung des ÖPNV war auch noch nicht zu beantworten. Bis zum 8. Oktober ist ja auch noch Zeit.