Westfalen-Blatt "Porta könnte schrumpfen"

12.11.2010

Bezirksregierung entscheidet über Verkaufsflächen-Größe 

 

Gütersloh (rec). Das letzte Wort zur Größe des neuen Porta-Marktes hat der Regierungspräsident. Weitere Einbußen bei der Verkaufsfläche sind nicht ausgeschlossen.

Darüber informierte Planungsamtschef Michael Zirbel gestern den Planungsausschuss auf Nachfrage von Gerhard Feldhans (CDU). Der von der Stadt vorgeschlagenen Reduzierung der Verkaufsfläche im Kernsortiment Möbel von 35 000 auf 29 500 Quadratmeter stimmte der Ausschuss nur zu, weil er mit dem Porta-Markt abgestimmt war. Ansonsten hätte er ihn lieber in der bisherigen Größe genehmigt. Regelrecht allergisch reagierten die Ausschuss-Mitglieder dagegen auf die von Nachbarkommunen geäußerte Kritik am Bauvorhaben. Am schärfsten formulierte es Dr. Wolfgang Büscher (FDP) mit Blick auf die Stellungnahme aus Rheda-Wiedenbrück: »Deren Bürger nutzen unser Krankenhäuser, besuchen unser Bad, gehen in unser Theater und schicken ihre Kinder in unsere Schulen, ohne auch nur Cent für deren Erhalt beizusteuern.« Im Gegenteil - Gütersloh bringe noch 500 000 Euro pro Jahr auf, um Schüler aus Rheda-Wiedenbrück in Gütersloher Schulen zu transportieren: »Im Gegenzug gönnen sie uns nicht mal einen Möbelmarkt. Ich finde, sie sollten dort endlich still sein.« 

Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) erinnerte, dass auch die Möbelhäuser in Bielefeld stets weiter wachsen, ohne dass große Rücksicht auf Gütersloh genommen werde. Unterstützung von den Grünen, aber keine Mehrheit fand der Antrag der BfGT, auch auf eine Verkleinerung des Gartencenters hinzuwirken. Die Mehrheit teilte die Warnung von Norbert Morkes vor starker Konkurrenz für heimische Gartenbaubetriebe. Doch zum einen sei sie hinzunehmen, zum anderen solle das Projekt keinesfalls verzögert werden.