Neue Westfälische "Politik hätte Porta gerne größer gehabt"

13.11.2010

Verärgert über den Protest der Nachbarkommunen

 

Gütersloh (ost). Zähneknirschend haben die Gütersloher Politiker die Verkleinerung der Verkaufsfläche bei Porta hingenommen. Sie stimmten der erneuten Überarbeitung des Bebauungsplanes zu – aber nur, weil Porta sich mit der Verkleinerung einverstanden erklärt hat, und nur, um das Verfahren nicht zu verzögern.

 

Die zugelassene Verkaufsfläche schrumpft demnach von 35.000 auf 29.500 Quadratmeter. Hauptsächlich betroffen ist das Kernsortiment, Möbel. Die Verkaufsflächen für Glas, Keramik, Porzellan und Haushaltswaren bleiben unangetastet.

 

Geschuldet ist die Verkleinerung den teils scharfen Protesten aus Nachbarkommunen; sie befürchten Kaufkraftabflüsse.

 

Die Gütersloher Politiker machten indes deutlich, wie wenig sie von diesen Protesten halten. Am schärfsten formulierte das Dr. Wolfgang Büscher (FDP): „Rheda-Wiedenbrück soll endlich mal still sein. Die profitieren in ganz vielen Belangen von uns, bei den Krankenhäusern, Bädern, dem Theater, den Schulen. Wir zahlen 500.000 Euro dafür, dass die Rheda-Wiedenbrücker Kinder unsere Gesamtschulen besuchen dürfen, und jetzt jammern sie, dass wir einen Möbelmarkt bauen.“ Silva Schröder (CDU) und Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) verwiesen auf die Funktionen Güterslohs als Kreisstadt und den Bedarf für den Möbelmarkt. „Ich hätte das Möbelhaus lieber größer als kleiner gehabt“, so Krümpelmann. Er verwies auf IKEA, das eine Vergrößerung plane – zugleich aber, und das ärgere ihn, habe auch die Stadt Bielefeld Einwände gegen die Größe Portas erhoben.

 

Abgelehnt hat der Ausschuss einen am Ende gemeinsam formulierten Antrag von Grünen und BfGT, auch die Verkaufsfläche des Gartencenters von Brockmeyer zu reduzieren. Norbert Morkes hatte auf die große Konkurrenz für die vorhandenen Betriebe verwiesen. Doch der Ausschuss sagte, das Projekt dürfe keinesfalls verzögert werden.